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Arztserie
09/24/2016

Ernest Groman: Meine Gesundheitstipps

Wie der Sozialmediziner seinen Süßigkeiten-Konsum begrenzt und was er Rauchern empfiehlt.

Univ.-Doz. Dr. Ernest Groman, Institut für Sozialmedizin am Zetrum für Public Health der MedUni Wien, Spezialist für Raucherentwöhnung.

Süßigkeiten

Ich kaufe generell keine Großpackungen von Süßigkeiten, auch wenn das finanziell natürlich günstiger wäre. Aber der Verzicht auf Großpackungen hilft mir, meinen Konsum an Süßigkeiten besser einzuteilen, wenn es einfach nur einzelne kleinere Packerln zuhause gibt.

Natürlich soll es auch Menschen geben, die es sich einteilen können – aber bei mir ist die Versuchung dann immer groß, in die Großpackung so lange hineinzugreifen, bis sie endgültig geleert ist. Allerdings habe ich leicht reden: Ich habe nicht weit bis zum Supermarkt, um Nachschub zu besorgen…

Bewegung

Ich versuche, mich täglich wenigstens 20 bis 30 Minuten bewusst zusätzlich zu den normalen Alltagstätigkeiten zu bewegen und zum Beispiel einen Teil einer Strecke zu einem Termin zu Fuß zu erledigen. Sollte ich untertags gar nicht zu ausreichend Bewegung kommen, dann gehe ich noch oft am Abend zügig rund um einige Häuserblocks.

Als Selbstkontrolle verwende ich ein Fitnessband, das mein Bewegungsausmaß misst. Mein Ziel sind 10.000 Schritte täglich, aber das schaffe ich nicht immer.

Meine Freunde machen sich manchmal ein wenig lustig über dieses Schritte zählen, aber ich stehe dazu. Es hilft mir, ein Bewusstsein für ausreichend Bewegung zu schaffen und mein tägliches Bewegungspensum zu erhöhen.

Rauchen

Ich rauche zwar nicht, bin aber in der Raucherentwöhnung tätig und kann hier allen, die aufhören bzw. in einem ersten Schritt den Konsum unter Kontrolle halten und reduzieren wollen, einen Tipp geben: Machen Sie jeweils in der Früh ein neues Packerl auf und legen Sie alle Zigaretten, die am Abend im aktuellen Packerl übrig geblieben sind, auf die Seite.

Sobald Sie 20 weggelegte Zigaretten haben, basteln Sie aus diesen wieder ein neues Packerl und nehmen Sie daraus in der Früh die erste Zigarette.

Wenn Sie auf diese Weise immer in der Früh mit einem vollen Packerl beginnen und am Abend die Zigaretten vom jeweils angefangenen Packerl zählen und weglegen, haben Sie immer einen Überblick, wie viele Zigaretten Sie an einem Tag geraucht haben.

Mit dieser Methode können Sie auch leicht den Konsum schrittweise reduzieren.

Legen Sie auch keine Vorräte an und kaufen Sie Zigaretten nicht stangenweise.

Natürlich wäre aufhören die beste Lösung, aber diese Tipps können einmal ein erster Schritt sein.

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