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04/23/2012

Defekte Implantate - deutlich mehr betroffen

Offenbar haben sich hunderte Frauen die schadhaften Brustimplantate der Firma PIP in Ungarn oder Tschechien einsetzen lassen.

Nicht zehn √Ėsterreicherinnen, wie es zuletzt offiziell gehei√üen hatte, sondern Hunderte k√∂nnten die defekten Implantate der Herstellerfirma PIP (Poly Implant Prothese) im K√∂rper tragen. Das berichtet "Die Presse am Sonntag" in ihrer am Sonntag erscheinenden Ausgabe. Die Betroffenen d√ľrften sich in Tschechien und Ungarn operieren haben lassen.

Der plastische Chirurg Thomas Aigner hatte demnach kurz vor Jahreswechsel einen Aufruf gestartet und Beratungsgespr√§che sowie die kostenlose R√ľckoperation in der Privatklinik W√§hring angeboten. Seitdem habe er Hunderte Anfragen "ver√§ngstigter Patientinnen" bekommen. Etwa 40 von ihnen w√ľssten, dass sie PIP-Produkte im K√∂rper haben. "Und ausschlie√ülich alle haben sich in Ungarn oder in Tschechien operieren lassen", so der Chirurg gegen√ľber der "Presse". Demn√§chst habe er die 20. R√ľckoperation auf dem Programm.

Auch am Institut des Wiener Promi-Chirurgen Artur Worseg sei bisher zehn Frauen die französische Diskontware entfernt worden. Bei einer Patientin sei das Implantat bereits gerissen und das Silikon in den Körper ausgetreten gewesen. Auch bei den Patientinnen in der Döblinger Klinik gilt: Die Betroffenen haben sich in Ungarn oder Tschechien operieren lassen.

Laut den bisherigen Informationen der AGES (Agentur f√ľr Gesundheit und Ern√§hrungssicherheit) sind in √Ėsterreich zehn Frauen von den defekten Implantaten der Herstellerfirma PIP betroffen. Acht hat eine Medizinerin aus der Steiermark die inkriminierten Silikonkissen eingesetzt, bei drei Patientinnen wurde der Eingriff bereits wieder r√ľckg√§ngig gemacht. Zwei weitere Frauen lie√üen sich die Implantate im Ausland einsetzen.

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