© Sandor Jackal - Fotolia

Erkältungszeit
11/10/2013

So werden Sie in 24 Stunden gesund

Hühnersuppe, Thymiantee und Eibischwurzel – so lindern Sie Husten, Schnupfen & Halsweh

von Sandra Lumetsberger

Wenn die Temperaturen sinken, drosselt der Körper die Durchblutung von Händen, Füßen und Atemwegen. Die feinen Blutgefäße ziehen sich zusammen, der Organismus wird (bei einem schwachen Immunsystem) empfänglicher für Rhinoviren – die Auslöser von Husten, Schnupfen und Halsweh. Je schneller Betroffene reagieren, desto eher ist es möglich, die Beschwerden mit einfachen (Haus-) Mitteln zu lindern.

Morgens

Kratzt der Hals oder folgt ein Husten, sollte man nicht abwarten, sondern Tee trinken. Apothekerin Susanne Ergott-Badawi gibt Tipps für die beste Mischung: "Besonders eignen sich Thymian, Spitzwegerich, Holunder- oder Lindenblüten. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken schleimlösend und beruhigen Hustenreiz." Heizungsluft trocknet die Atemwege aus, daher gilt es, viel Flüssigkeit zu trinken, um sie zu befeuchten und den Körper zu wärmen. Die Ingwerwurzel ist hier ein bewährtes desinfizierendes Mittel. Für den Tee werden ein paar frische Scheiben von der Wurzel geschnitten und mit Schwarztee oder Wasser aufgekocht. Dazu kommt eine Scheibe Zitrone (das natürliche Vitamin C). Der Tee sollte jedenfalls fünf bis zehn Minuten ziehen.

Mittags

Der Klassiker unter den Hausmitteln bei Erkältung ist die Hühnersuppe. Stephen Rennard von der "University of Nebraska Medical Center" überprüfte schon vor Jahren im Rahmen einer Studie deren Wirkung. Er konnte zeigen, dass deren Inhaltsstoffe die Aktivitäten der weißen Blutkörperchen drosseln und so Entzündungssymptome mildern. Packerl-Suppen sind nutzlos. Alternativ empfehlen TCM-Experten eine Kürbissuppe. "Kürbis wirkt bei Schleimbildungsprozessen entwässernd", sagt TCM-Expertin Andrea Zauner-Dungl. Gleichzeitig sollte man den Konsum von Milchprodukten reduzieren.

Zwischendurch

Bei Schluckbeschwerden und Halsweh helfen Gurgellösungen und Lutschpastillen mit Thymian, Eibischwurzel und Isländisch Moos. "Sie wirken desinfizierend, schmerzstillend und entzündungshemmend. Bei trockenem Husten sollte man keine scharfen Pastillen lutschen, sondern auf jene mit Eibischwurzel zurückgreifen", sagt Ergott-Badawi. Zudem empfiehlt sie salzhaltige Bonbons. "Alles, was den Speichelfluss anregt, wird als angenehm empfunden."

Nachmittags

Um den Schnupfen wieder loszuwerden, rät die Pharmazeutin, Nasensprays zu verwenden oder über Wasserdampf zu inhalieren. Dafür wird ein Teelöffel Meersalz in einer Schüssel mit heißem Wasser gelöst. Kopf und Oberkörper mit einem Tuch bedecken und zehn Minuten die Dämpfe wechselweise durch Nase und Mund einatmen. Statt Meersalz eignen sich auch ätherische Öle wie Eukalyptus. "Sie wirken beruhigend und lösen den Schleim von Bronchien und Nebenhöhlen." Um die Schleimhäute nicht zu reizen, reicht ein Tropfen. "Bei Kindern sollten ätherische Öle erst ab dem sechsten Lebensjahr verwendet werden." Ebenfalls wichtig: richtiges Naseputzen. Bei Schnupfen sollte man nicht zu oft und nur sanft schnäuzen, sonst wird der Schleim in die Nasennebenhöhlen gedrückt. Immer nur ein Nasenloch putzen und das andere zuhalten. Verwenden Sie dazu keine Stofftaschentücher, denn darin sammeln sich zig Viren.

Abends

Ein heißes Bad mit ätherischen Ölen ist entspannend und hilft beim Durchatmen. "Durch das Wasser verdampfen die Öle und man inhaliert sie ein", sagt Ergott-Badawi. Auch Brustwickel mit Salbe oder Ölen sind wirksam und können über Nacht aufgelegt werden. Zu den wichtigsten Hausmitteln gehört Schlaf, damit das Immunsystem regenerieren kann. Die Raumtemperatur sollte nicht zu hoch sein, weil so der Schlaf tiefer ist.