Wissen und Gesundheit
14.09.2015

Neue Hoffnung bei Alzheimer

Eine neue Studie zeigt, dass der Pflanzenstoff Resveratrol bei der Alzheimer-Forschung hilft.

Es steckt in Rotwein, dunkler Schokolade und Trauben: Resveratrol ist ein Antioxidant, das von Experten immer wieder als mögliches Gegenmittel bei Alzheimer, Krebs oder Diabetes angekündigt wurde. Allerdings stammten die meisten ihrer Daten aus Studien, die im Labor und mit Tierversuchen durchgeführt worden waren. Nun bestätigt einen neue Studie mit 119 Patienten, dass der Pflanzenstoff in konzentrierter Dosis tatsächlich den Krankheitsverlauf bei Alzheimer verlangsamt.

Ein Jahr lang verabreichten Forscher am Georgetown University Medical Centre Patienten mit leichten oder mittelschweren Symptomen der Krankheit täglich zwei Mal ein Gramm synthetisches Resveratrol oder ein Blindpräparat. Die Teilnehmer der Placebo-Gruppe zeigten die typischen Symptome des Fortschreitens der Krankheit. Dazu gehörten auch geringere Amyloid-Beta-Protein-Werte.

Substanz wirkt im Hirn

Das könnte als Hinweis darauf gesehen werden, dass diese Substanzen vom Blut aufgenommen und im Gehirn verarbeitet worden waren. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe hingegen wiesen geringe oder gar keine Veränderungen dieser Werte auf. Einziger Nebeneffekt: Die Patienten mit Resveratrol-Pillen verloren rund ein Kilo innerhalb eines Jahres.

Die Forscher hüten sich aber davor, die getesteten Pillen zu empfehlen. Die Studie war darauf ausgerichtet, die Sicherheit der Einnahme großer Mengen von Resveratrol und nicht die Wirksamkeit zu überprüfen. Da die getestete Resveratrol-Menge keine negativen Folgen hinterließ, wollen sie die klinischen Versuche ausweiten und weiter testen.

Resveratrol steckt auch in Rotwein

Rotwein wirkt entzündungshemmend

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