Wissen und Gesundheit
08.08.2017

Action-Spiele schädigen das Gehirn

Forscher der kanadischen Universität Montréal wollten wissen, wie sich die häufige Verwendung von Videospielen auf die Substanz des Gehirns auswirkt.

Je mehr der sogenannten "grauen Masse" im Hippocampus des Gehirn vorhanden ist, desto gesünder ist das Denkorgan. Je weniger davon vorhanden ist, desto höher ist das Risiko, eine Gehirnerkrankung zu entwickeln. Forscher der kanadischen Universität Montréal fanden nun heraus, dass Videospiele diese wichtige Substanz verringern können.

Gehirne wurden genau untersucht

Sie untersuchten die Gehirne von Erwachsenen, die häufig gängige Spiele wie Call of Duty oder Borderland 2 spielten, mit Gehirnscans. Es zeigte sich, dass ihre Gehirne in der Tat über weniger graue Masse verfügten, schreiben die Forscher im Fachmagazin Molecular Psychiatry. "Wir fanden heraus, dass das Spielen tatsächlich zu Veränderungen im Gehirn geführt hat."

In früheren Untersuchungen waren Forscher zum Schluss gekommen, dass Spiele etwa kognitive Fähigkeiten verbessern könnten. Sie dafür zu nutzen würde aber zulasten der grauen Masse gehen, wie die jetztige Studie zeigte. Patienten mit Depressionen, Alzheimer oder Schizophrenie sollten diese Spiele daher überhaupt meiden.

Der Hippocampus ist jene Region, die bei der Orientierung hilft und am Episodengedächtnis beteiligt ist.