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Übungen
01/12/2016

5 einfache Gewohnheiten, die glücklich machen

Was macht uns glücklich? Die Neurowissenschaft hat auf diese Frage Antworten.

von Elisabeth Gerstendorfer

Für viele ist es der lang ersehnte Lottogewinn, von dem sie hoffen, dass er sie glücklich macht. Oder ewige Gesundheit und Jugend. Neurowissenschafter haben allerdings gezeigt, dass es deutlich einfachere und leichter erreichbare Dinge gibt, die bei uns Glücksgefühle im Alltag auslösen können. Fünf Beispiele aus neurowissenschaftlichen Studien, die zeigen, welche einfachen Gewohnheiten im Alltag glücklich machen:

1. Hören Sie Musik

Bestimmte Melodien und Lieder können wahre Erinnerungsstürme auslösen. Ursache dafür: Das musikalische Gedächtnis ist sehr stabil und eng mit Emotionen verknüpft. Manche Musikstücke sind an ganz konkrete Erfahrungen geknüpft, etwa das erste Verliebtsein oder den letzten Strandurlaub, und können diese emotional wiederkehren lassen. Musik, die emotional bewegt, aktiviert auch das "Glückshormon" Dopamin im Gehirn. Der Botenstoff hemmt Angst und das Ausschütten von Stresshormonen. Blutdruck und Puls sinken und beruhigen sich. Musik, die gefällt, wirkt allgemein stimmungsaufhellend und zwar sowohl beim passiven Zuhören als auch beim eigenen Musizieren.

2. Mehr lächeln

Das Gehirn lässt sich relativ leicht austricksen. Gewisse körpereigene Signale können Glücksgefühle auslösen. Es funktioniert also nicht nur so, dass wir lächeln, wenn wir glücklich sind, sondern auch so, dass wir glücklich sind, wenn wir lächeln. Diese Technik entstammt dem sogenannten Biofeedback, das häufig zur Entspannung aber auch therapeutisch angewandt wird. Körpereigene Signale werden bewusst eingesetzt, um gewisse Empfindungen auszulösen oder zu verhindern. Eine Studie zeigt sogar, dass Lächeln dem Gehirn gleich viel Glücksgefühl verschafft wie die Aussicht auf 2000 Schokoriegel oder 25.000 US-Dollar.

3. Ziele setzen

Fühlt man sich gestresst oder überfordert, kann es helfen, an seine längerfristigen Ziele zu denken. Das signalisiert dem Gehirn unterbewusst einen gewissen Grad an Kontrolle und kann die Dopaminausschüttung anregen. Das wiederum kann für Glücksgefühle und Motivation sorgen. Hält man sich zusätzlich vor Augen, welche Teilschritte der Ziele man bereits erreicht hat, fühlt man sich zudem besser bei dem, was man tut.

4. Guter Schlaf

Wer schlecht schläft, ist auch eher unglücklich. Studien zeigen, dass Menschen mit chronischen Schlafproblemen eher Depressionen entwickeln als solche, die gut schlafen. Guter Schlaf für das Gehirn gelingt, wenn man untertags hellem Sonnenlicht ausgesetzt ist, zur Schlafenszeit sollte es hingegen dunkel sein. Rituale vor dem Einschlafen sowie ähnliche Zu-Bett-Geh-Zeiten erleichtern dem Gehirn, sich auf die Nacht vorzubereiten.

5. "Drei-Sätze-Übung"

Dabei nimmt man sich über 14 Tage jeden Abend Zeit, etwa beim Zähneputzen, und reflektiert, was an dem Tag gut war, was einen berührt hat, was Spaß gemacht hat. Das kann auch einfach der Weg ins Büro bei schöner Herbstluft gewesen sein. Oder ein Arbeitskollege, der etwas Nettes gesagt hat. Es geht darum, die Wahrnehmung zu schärfen. Die Übung kann verstärkt werden, wenn man seine Eindrücke abends mit jemandem teilt. Eine Studie hat gezeigt, dass Menschen, die diese Übung machen, schon nach einem halben Jahr mehr Wohlbefinden verspürt haben als eine Vergleichsgruppe, die einfach nur Eindrücke vom Tag aufgeschrieben hat.

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