Wirtschaft 24.01.2013

Zwist um tägliche Maximal-Arbeitszeit

Minister-Kollegen Rudolf Hundstorfer (l.) und Reinhold Mitterlehner. © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Mitterlehner will Ausweitung von 10 auf 12 Stunden, Hundstorfer sieht aber "keinen Handlungsbedarf".

Sozialminister Rudolf Hundstorfer ( SPÖ) hat der Forderung von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) nach einer Verlängerung der Tageshöchstarbeitszeit für Arbeitnehmer eine Absage erteilt.

Mitterlehner hatte sich erst am Wochenende für flexiblere Arbeitszeiten mit längeren Durchrechnungsmöglichkeiten und längeren Tageshöchstarbeitszeiten ausgesprochen - eine langjährige Forderung vor allem der Industrie.

Hundstorfer wies dieses Ansinnen Mittwochabend in der Sendung Im Klartext im Radio-Kulturhaus zurück: "Ich sehe keinen Handlungsbedarf diesbezüglich weil ich glaube, dass unsere Arbeitszeitgesetze genügend Spielraum lassen", sagte Hundstorfer.

Doppelt so viele Arbeitszeitverstöße

In Österreich wurde im Jahr 2011 doppelt so oft gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen wie in den Jahren davor, geht laut Standard aus einer Anfragenbeantwortung durch den Sozialminister hervor. Mehr als 6700 Übertretungen wurden demnach 2011 bei rund 12.000 Kontrollen vom Arbeitsinspektorat festgestellt.

Erstellt am 24.01.2013