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Leuchten
03/10/2015

Zumtobel nimmt den deutschen Markt ins Visier

Marktanteil des Leuchtenherstellers soll rasch steigen.

Er ist das Wahrzeichen des neuen Wembley-Stadions in London: Der 133 Meter hohe Lichterbogen – beleuchtet mit LEDs von Thorn, einer Marke des Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel. Großbritannien ist für die börsenotierte Gruppe der größte Einzelmarkt.

Obwohl 80 Prozent des Konzern-Umsatzes jetzt schon auf Europa entfallen, sei das Potenzial noch nicht ausgereizt, sagte Firmenchef Ulrich Schumacher am Dienstag vor Journalisten in Wien. Ihn ärgert, dass der Marktanteil in Deutschland nur bei sechs Prozent liegt.

Stellenabbau

Dabei ist der deutsche Ex-Manager von Siemens und Infineon, der Zumtobel seit Oktober 2013 leitet, nicht um kräftige Sager verlegen. So kündigte er an, einem einstigen Freund und jetzigen Konkurrenten in Deutschland Marktanteile abjagen zu wollen: "Der ist jetzt 64 Jahre und hat eine Frau, die halb so alt ist. Da verlagern sich die Prioritäten, das passt schon."

In Österreich, wo Zumtobel 36 Prozent Marktanteil hat, sieht Schumacher ebenfalls noch Chancen – er erwähnt etwa Straßenbeleuchtung und die Asfinag.

Licht könne Stimmungen verändern, die Sicherheit fördern, Genesung beschleunigen oder Lebensmittel attraktiver aussehen lassen. Damit seien die Möglichkeiten aber nicht annähernd ausgereizt, sagte Technikchef Klaus Vamberszky. Vor allem im "Internet der Dinge", bei dem Maschinen und Objekte miteinander kommunizieren, sieht er viel Potenzial. Leuchten würden sich anbieten: "Sie sind in großer Zahl vorhanden, immer unter Strom, einfach mit Sensoren auszustatten und sehen alles."

Ein harter Kontrast zu den Visionen ist der Sanierungskurs: Die Produktionsstandorte wurden von 18 auf 13 reduziert, bei einigen ist die Zukunft offen. In Summe wurden 600 Stellen abgebaut. Die Zumtobel-Gruppe mit Sitz in Dornbirn beschäftigt noch rund 7100 Mitarbeiter und erzielte zuletzt 1,25 Milliarden Euro Jahresumsatz.

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