Nach wie vor hohe Stickoxid-Werte bei VW-Modellen.

© APA/dpa/Julian Stratenschulte

Abgasskandal
12/15/2015

Zahl der manipulierten VW steigt in Österreich auf 388.000

Um 25.000 Autos mehr müssen zurück in die Werkstatt.

von Robert Kleedorfer

Für die Salzburger Porsche Holding war 2015 "grundsätzlich ein gutes Jahr", wie es Geschäftsführer Alain Favey ausdrückt. Denn der für weltweit 25 Länder zuständige Generalimporteur des deutschen Autoriesen steigerte die Zahl der ausgelieferten Neuwagen von 623.000 auf 664.000. Auch in der wichtigen Region Osteuropa laufen die Geschäfte trotz der Ukrainekrise mit einem Plus von fast 13 Prozent rund.

Somit eigentlich business as usual für das erfolgsverwöhnte Unternehmen – gebe es nicht den Abgasskandal. Wie nun bekannt wurde, sind in Österreich um 25.000 Fahrzeuge mehr betroffen als angenommen. In Summe müssen 388.000 Autos zurück in die Werkstatt. Der Zuwachs sei auf Eigenimport-Fahrzeuge zurückzuführen, die bis dato von der Porsche Holding nicht erfasst worden seien, so Favey.

Ersatzmobilität

Der Rückruf starte Ende Jänner für alle Autos, die nur ein Software-Update benötigen. Bei 146.000 VW ist zudem der Einbau eines sogenannten Strömungsgleichrichters nötig. Diese Autos werden erst Anfang Oktober in die Werkstätten geholt. Die Maßnahmen sollen zwischen 30 und 60 Minuten dauern und können mit geplanten Werkstattterminen kombiniert werden. Die für diesen Tag versprochene "Ersatzmobilität" werde mit dem Kunden individuell abgeklärt.

Am Ende des Tages soll es keinen Effekt auf Verbrauch und Leistung der Fahrzeuge geben. Mit den Konsumentenschützern vom VKI, die mit einer Sammelklage drohen, sei man im Gespräch. Die Porsche Holding verspricht Eintauschangebote, Garantie-Erweiterungen bzw. Finanzierungsboni für Neuwagen. Details dazu sollen im Jänner folgen.

Alle Kosten trägt laut Favey die VW AG. Der Skandal habe nur eine kleine Delle bei den Bestellungen zur Folge gehabt. "Jetzt ist alles wieder normal." Der Marktanteil der Gruppe bei den Neuzulassungen sank im Oktober und November zu den Vormonaten von 34,9 auf 34,0 Prozent.

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