"Wir müssen die Energiewende für alle leistbar machen"

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Foto: AP/Norbert Millauer Fast 300.000 Österreicher haben Probleme ihre Strom- und Gasrechnung zu zahlen.<span> </span>

Steigende Kosten belasten Haushalte. Caritas will Einkommensschwache unterstützen. Verbund finanziert Energiespar-Projekte.

Die Ausgaben für mehr Ökologie in der Energiepolitik haben auch negative soziale Auswirkungen. Fast 300.000 Österreicher haben Probleme ihre Strom- und Gasrechnung zu zahlen.

Eine aktuelle Untersuchung widerlegt die Annahme, dass diese Haushalte einen besonders hohen Energieverbrauch aufweisen. Trotz schlechter Wärmedämmung und alter Elektrogeräte liegt der Verbrauch pro Kopf nicht über dem Durchschnitt, lautet die Botschaft vom Anja Christanell, Geschäftsführerin des Instituts für Nachhaltige Entwicklung (mehr zum Pilotprojekt gegen Energiearmut auf der ÖIN-Website)

"Wir müssen die Energiewende für alle leistbar machen", sieht Theresia Vogl, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, Handlungsbedarf. Als ersten Schritt finanziert der Verbund Energiespar-Projekte. Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber verwies auf die hohe Steuer- und Abgabenlast auf Energie von rund 33 Prozent. Caritas-Präsident Michael Landau sprach sich dafür aus, einkommensschwache Haushalte bei der Erneuerung der Wärmedämmung zu bevorzugen. Das habe nicht nur positive soziale Auswirkungen, sondern auch ökologische.

(kurier) Erstellt am
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