Wohnungsmarkt: Knappes Angebot, hohe Preise

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Foto: Deutsch Gerhard Der Wiener Wohnungsmarkt ist geprägt von einem Anstieg der Wohnungspreise in guten Lagen.

Die Wohnungssuche in Wien wird immer schwieriger. Erst ab dem nächsten Jahr sollen mehr neue Wohnungen auf den Markt kommen.

Das knappe Angebot am Wiener Wohnungsmarkt bleibt nicht ohne Folgen. Die Preise für Eigentumswohnungen steigen. Bis zu 30.000 Euro pro Quadratmeter werden für Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen verlangt. Die teuersten Wohnungen Österreichs sind wenig überraschend in der Wiener Innenstadt, im Salzkammergut, in Lech und in Velden am Wörthersee. Das geht aus einem Ranking des deutschen Immobilienmaklers Engel & Völker hervor.

Hochwertige Wohnimmobilien in guten Lagen werden auch in Zukunft knapp sein und die Preise werden auch weiterhin leicht steigen. In Wien-Neubau kosten Wohnungen bis zu 17.500 Euro pro Quadratmeter. Kaufpreise in Wien-Grinzing (19. Bezirk) bewegen sich um die 15.000 Euro pro Quadratmeter.

Boombezirke

"Trendige Gegenden, die derzeit gefragt sind, finden sich zum Teil außerhalb des Gürtels in Alt-Ottakring und im Nibelungenviertel (15. Bezirk, Anm.)", sagt Richard Buxbaum, Wohnimmobilien-Spezialist bei Otto Immobilien. Auch die Grätzel rund um den Augarten sowie die Gegenden im Einzugsbereich der neuen Wirtschaftsuniversität boomen. Innerhalb des Gürtels zieht es viele in die Nähe des Naschmarkts.

Die Nachfrage ist weiterhin hoch. "In den mittleren bis günstigeren Lagen kaufen vor allem Österreicher, in den teureren Lagen sind immer mehr internationale Kunden am Ankauf interessiert", so Buxbaum.

Ganz anders schaut es am Mietenmarkt aus. Für jüngere Menschen wird es zunehmend schwieriger, eine erschwingliche Mietwohnung zu finden, geht auch einer IFES-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer hervor.

Die Gruppe der Unter-25-Jährigen geben mehr als die Hälfte ihres Netto-Haushaltseinkommens für Miete, Energie und Betriebskosten aus. 71 Prozent der Befragten empfindet die Suche nach einer passenden Mietwohnung aufgrund der hohen Preise als große Herausforderung.

Immobilienmesse

Eine Möglichkeit für die Suche nach passenden Wohnungsangeboten bietet die Wiener Immobilienmesse (WIM). Nach einem erfolgreichen Start im Vorjahr findet die Publikumsmesse heuer zum zweiten Mal statt. 80 Aussteller, darunter bekannte Unternehmen wie Örag, RE/MAX, Mischek, Buwog, sReal, Durst Bau und EHL Immobilien, präsentieren am 15. und 16 .März im Congress Center der Wiener Messe aktuelle Wohnprojekte. "Im März 2013 haben 3100 Besucher die Wiener Immobilienmesse besucht. Wir hoffen, dass es heuer noch mehr werden", sagt Michael Setka, Leiter der Messe.

Zielgruppe der WIM sind Wohnungssuchende, aber auch all jene, die Immobilien verkaufen oder vermieten wollen und auf der Suche nach dem richtigen Makler sind.

Besonders stolz sind die Veranstalter auf das Rahmenprogramm. Vorträge, Diskussionen und Expertenrunden finden auf der Immo-Bühne und im IAI Vortragsraum statt. Mehr als 20 Vorträge zu aktuellen Themen stehen am Programm.

Zeitgleich zur WIM findet in den Messehallen die Wohnen & Interieur Messe statt. Alle Eintrittskarten zur Wiener Immobilienmesse gelten auch für den Besuch der Wohnen & Interieur.

Wohnen ist für Junge oftmals Luxus:

Wohnen ist für jüngere Menschen oft Luxus - und der Trend verstärkt sich. 71 Prozent bezeichneten es als schwierig, ... ... eine geeignete Wohnung zu finden, wie aus einer von der Arbeiterkammer (AK) in Auftrag gegebenen Studie hervorgeht. 65 Prozent der befragten Arbeitnehmer bis 35 Jahre zahlen mindestens ein Drittel des Netto-Haushaltseinkommens für die "warme" Wohnungsmiete, also für Miete, Betriebskosten, Umsatzsteuer und Energie. Bei den 18- bis 25-Jährigen geht bei jedem zweiten Haushalt mindestens die Hälfte oder ... ... mehr des Netto-Haushaltseinkommens für die Miete drauf. "Wohnen muss billiger werden", forderte AK-Chef Rudolf Kaske am Freitag. Er plädierte unter anderem für eine Obergrenze bei Altbaumieten. Die Höhe des Hauptmietzinses dürfe nicht mehr ergeben als den Richtwert plus 20 Prozent. Weiters müsse die Wohnbauförderung zweckgebunden und Befristungen weitgehend abgeschafft werden, so Kaske. Auch die Maklergebühren für Mieter sollten dem AK-Chef zufolge gestrichen werden.

  Von den Befragten gaben 42 Prozent an, zuletzt in eine private Altbauwohnung oder in eine Neubauwohnung gezogen zu sein. 41 Prozent der Mietverträge in Altbauwohnungen waren dabei befristet, bei den privaten Neubauwohnungen waren es sogar 60 Prozent. Auch hier ortet die Arbeiterkammer Unregelmäßigkeiten, denn die Preise von befristeten und unbefristeten Mieten seien annähernd gleich. "Den gesetzlich vorgesehenen Abschlag von 25 Prozent für Befristungen gibt es meist nicht", berichtete Kaske. Mieter würden diesen jedoch ... ... kaum rechtlich einfordern - aus Angst davor, dass der Vertrag nicht verlängert wird.

(kurier) Erstellt am
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