Helmut Ettl: "60 Prozent der Hinweise sind sehr wichtige Informationen"

© Reuters/HEINZ-PETER BADER

Kriminalität
04/18/2014

Whistleblower-Seite zeigt Wirkung

Bei der FMA kann man neuerdings anonym Missstände melden - viele der Hinweise sind brauchbar.

Zufriedenheit herrscht bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) mit dem bisherigen Zulauf der Anfang des Jahres gestarteten Whistleblower-Seite. Auf dem Portal, das Aufsicht und Banken auf Betreiben der EU einrichten mussten, können anonym Hinweise auf Missstände gegeben werden.

Bisher habe man 59 Meldungen erhalten. "60 Prozent davon sind sehr wichtige Informationen. 20 Prozent der Meldungen wurden an andere Behörden, wie die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Und die restlichen 20 Prozent hatten zu wenig Substanz", sagte FMA-Vorstand Helmut Ettl im Ö1-Mittagsjournal am Freitag.

Dass das Meldesystem zu Vernaderung anregt, wies Ettl zurück, das Gegenteil sei der Fall: "Es befreit einige Personen von der schwierigen Situation, wie man einen Missstand an eine Behörde heranträgt, ohne dabei selbst in massive Schwierigkeiten zu kommen."

Gehobene Moral

Als Beispiel für einen gemeldeten Missstand nannte er die Sicherheitslücke im IT-System eines Finanzdienstleisters. Auch Meldungen zu Geldwäscheverdacht in Osteuropa oder über irreführende Werbungen und Falschberatungen seien eingegangen. Insgesamt, sagt Ettl, trage das Hinweisgebersystem zur Verbesserung der Moral am Finanzplatz bei.

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