Wolfgang Eder st der Erste in der fast fünfzigjährigen Verbandsgeschichte, dessen Funktionsperiode verlängert wird.

© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

World Steel Association
10/12/2015

Weltstahlverband bleibt in Händen von voest-Chef Eder

Wolfgang Eder ist der erste amtierende Präsident, der wiedergewählt wird.

Der Weltstahlverband (World Steel Association) will voestalpine-Chef Wolfgang Eder (63) als Präsidenten wiederwählen. Der Generaldirektor des Linzer Konzerns sei im Zuge der worldsteel-Jahrestagung in Chicago erneut nominiert worden, gab Unternehmenssprecher Peter Felsbach bekannt. Die formelle Bestellung erfolgt am Dienstag. Eder ist damit der erste amtierende Präsident, der wiedergewählt wird.

Der laut Reglement als derzeitiger Vizepräsident ursprünglich designierte Nachfolger Eders, André Gerdau Johannpeter, CEO des brasilianischen Stahlherstellers Gerdau S.A., will sich bis auf Weiteres voll und ganz auf den Heimatmarkt konzentrieren. Zum neuen Vizepräsidenten soll der Chef des US-Konzerns Nucor Corporation, John Ferriola, bestellt werden.

Der Chef der im weltweiten Vergleich kleinen oberösterreichischen voestalpine steht jedenfalls bis Oktober 2016 ein weiteres Jahr lang an der Spitze des internationalen Branchenverbandes. Eder ist bereits seit zwei Jahren im Präsidium der World Steel Association aktiv - zuerst war er ein Jahr lang Vizepräsident, dann ein Jahr lang Präsident.

Auf seine jetzige Funktionsperiode sollte dem bisher üblichen Prozedere des Verbandes folgend eigentlich ein weiteres Jahr als Vizepräsident folgen. Noch nie in der fast fünfzigjährigen Geschichte des Verbandes wurde einem Präsidenten ein zweites Jahr in dieser Position zugebilligt - Eder ist der Erste.

85 % der Stahlproduktion repräsentiert

"Natürlich freut man sich darüber, gleichzeitig ist es auch eine Auszeichnung für unser Unternehmen und ein Auftrag, in nicht ganz einfachen Zeiten die erfolgreiche Zusammenarbeit der worldsteel-Mitglieder im Rahmen des Verbandes konsequent fortzusetzen", so Eder. Die Ausrichtung auf Qualitäts- statt Massenprodukte werde für die gesamte Branche, insbesondere in den reiferen Volkswirtschaften, immer wichtiger.

Die World Steel Association zählt den Angaben der voestalpine zufolge rund 170 Mitglieder - darunter 9 der 10 weltweit größten Stahlhersteller, nationale und regionale Stahlverbände und Forschungsinstitute. Der Verband repräsentiert etwa 85 Prozent der globalen Stahlproduktion.

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