Wirtschaft
25.04.2017

Weitere Millionenpleite mit Pflanzenschutzmitteln

Die Zukunft des Agro-Unternehmens ist derzeit noch ungewiss. Ein Gläubiger brachte Konkursantrag ein.

Die Neumeister-Gruppe wird von einer weiteren Pleite erschüttert. Nach der Star AgroAnalyse und Handels GmbH ist nun laut dem Gläubigerschutzverband AKV auch die TBH Agrochemie GmbH zahlungsunfähig. Letzteres Unternehmen handelt ebenfalls mit Pflanzenschutzmitteln.

Mitte April 2017 wurde über das Vermögen der Star Agro Analyse und Handels GmbH mit dem Sitz in Allerheiligen bei Wildon ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Mit Verbindlichkeiten in der Höhe von 15,8 Millionen Euro handelt es sich um die größte Insolvenz des heurigen Jahres in der Steiermark. Unternehmensgegenstand ist in erster Linie der Handel von Pflanzenschutzmittel multinationaler Hersteller, wobei zuletzt Jahresumsätze in Höhe von rund 23 Millionen Euro erzielt wurden. Die Umsätze sind jedoch zuletzt massiv eingebrochen. Im Unternehmen sind derzeit elf Dienstnehmer beschäftigt und der Gläubigerschaft wird im Rahmen eines Sanierungsplans eine 20-prozentige Quote angeboten. Derzeit ist man laut AKV jedoch bemüht, bei der Star Agro Analyse und Handels GmbH die Finanzierung des laufenden Betriebs zu bewerkstelligen.

"Innerhalb der Neumeister-Gruppe ist diese Weiterführung von zentraler Bedeutung, da die Star Agro Inhaberin der für den von den Gruppenunternehmen ausgeübten Handel mit Pflanzenschutzmittel notwendigen Zulassungen ist", heißt es weiter. "Über Gläubigerantrag wurde heute auch über das Vermögen der TBH Agrochemie GmbH ein Konkursverfahren eröffnet, wobei Alleingesellschafterin dieser Gesellschaft ebenfalls die AGRIA BeteiligungsgmbH ist." Da das Verfahren über einen Gläubigerantrag eröffnet wurde, liegt ein Vermögensüberblick noch nicht vor. In der letzten veröffentlichten Bilanz wurden die Verbindlichkeiten mit rund 4,2 Millionen Euro beziffert, wobei laut AKV "jedoch hervorzuheben ist, dass es erhebliche konzerninterne Verrechnungen gibt, welche noch Gegenstand von Überprüfungen sein werden".