Telefonieren im Ausland wird frühestens 2016 wirklich billiger.

© Oleksiy Mark/Fotolia

Gebühren
06/12/2015

Weiter Warten auf ein rasches Roaming-Ende

Infrastrukturminister Stöger sprach sich beim EU-Ministerrat für Abschaffung der Gebühren aus.

Passend zur nahenden Urlaubszeit steht in Brüssel aktuell wieder die Abschaffung der Roaming-Kosten innerhalb der EU zur Debatte. Die ursprünglich bis Ende Juni geplante politische Einigung lässt dabei weiter auf sich warten – beim Telekom-Ministerrat am Freitag in Luxemburg war das Thema lediglich als Diskussionspunkt auf der Tagesordnung. Damit dürften die Kosten für das Telefonieren, Surfen und Verschicken von SMS im Ausland frühestens Mitte, eher Ende 2016 fallen.

Parlament fordert Netzneutralität

Zum einen müssen sich die Mitgliedsstaaten mit dem EU-Parlament einigen. Die Abgeordneten pochen neben einem möglichst raschen Roaming-Aus auch auf die Festschreibung der Netzneutralität, also der Gleichbehandlung aller Daten durch die Telekoms.

Zum anderen herrscht unter den Ministern noch keine Einigkeit, mit welchen Übergangsfristen die Roaming-Kosten fallen sollen. Infrastrukturminister Alois Stöger sprach sich beim EU-Ministerrat am Freitag zwar für eine Abschaffung der Gebühren aus. Doch dürfe dies "nicht auf Kosten aller" gehen. "Wir brauchen nicht eine Verteuerung der Grundgebühr für alle, da mache ich nicht mit", sagte Stöger.

Er verwies darauf, dass die Masse der Konsumenten ohnehin keine hohen Kosten für die Netznutzung im Ausland habe. Stögers Vorschlag: Eine Einschleifregelung, die verhindern soll, dass die Telekom-Konzerne entgangene Roaming-Einnahmen auf die Kunden abwälzen.

Im EU-Parlament hält man das für Ausreden: "Wir verhandeln das Thema seit 2007", sagt ÖVP-Mandatar Paul Rübig. Er warnt vor massiven Jobverlusten in der Branche: An Roaming festzuhalten, sei "eine konsequente Kundenvertreibung".

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