Wirtschaft 01.03.2013

Weniger geerntet, aber mehr Wein auf Lager

Der Frost machte vielen Weinbauern im Vorjahr einen Strich durch die Rechnung.

Es war der Frost, der den Weinbauern im Vorjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht hat: Die niederösterreichischen Winzer – sie liefern mehr als die Hälfte der heimischen Produktion – haben mit 1,2 Millionen Hektolitern um ein knappes Drittel weniger geerntet als 2011. Frostschäden, eine frühsommerliche Dürre und heftige Unwetter im Sommer verhagelten die Bilanz. Auch steirische Winzer blieben nicht verschont. Sie haben um 28 Prozent weniger Trauben gelesen als im Jahr zuvor. Deutlich besser kamen die Burgenländer und Wiener davon.

Volle Weinkeller

Das rettet freilich nicht die Bilanz: Österreichweit wurde mit den Ausfällen der beiden Weinbauländer die zweitgeringste Ernte seit 15 Jahren eingefahren (2.154.800 Hektoliter). Binnen drei Jahren sei das nun die zweite stark unterdurchschnittliche Ernte – mit einem Minus von 14 Prozent im Fünfjahresschnitt. Betroffen sind sowohl Rot- als auch Weißweine. Bei Prädikats- und Qualitätsweinen gibt es laut den Zahlen der Statistik Austria „beachtliche Verluste“.

Angst, dass uns demnächst der Wein ausgeht, muss man freilich nicht haben. Die Keller sind prall gefüllt. Nach einem extremen Lagertiefstand stieg der Bestand um fast ein Viertel (24 Prozent) auf 2,7 Millionen Hektoliter.

Vor allem die zuvor stark geleerten Weißweinlager sind gegenüber 2011 wieder um ein Drittel besser gefüllt. Zudem lagern auch um 14 Prozent mehr Rotweine in den Weinkellern (1,3 Millionen Hektoliter).

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( Kurier ) Erstellt am 01.03.2013