Wirtschaft
22.01.2018

WEF-Wohlstandsranking: Österreich auf Platz zehn

Weltweit vorne im WEF-Ranking liegt wie schon im Vorjahr Norwegen.

In einem vom Weltwirtschaftsforum in Davos erstellen Wohlstands-Ranking, das neben dem Bruttoinlandsprodukt auch Faktoren wie Klimaschutz, Staatsschulden, Armut oder Ungleichheit berücksichtigt, belegt Österreich den 10. Platz und rangiert damit vor allen führenden Industriestaaten. Weltweit vorne im WEF-Ranking liegt wie schon im Vorjahr Norwegen, gefolgt von Island, Luxemburg und der Schweiz.

Unter den G-7-Ländern bietet Deutschland laut dem jährlich erstellten "Inclusive Development Index" die beste Lebensqualität und belegt den 12. Rang von insgesamt 103 untersuchten Ländern. Deutschland liegt damit vor den übrigen G-7-Staaten Kanada (17) Frankreich (18), Großbritannien (21), den USA (23), Japan (24) und Italien (27), wie das Weltwirtschaftsforum ( WEF) am Montag in Davos vor Beginn seiner Jahrestagung mitteilte.

Kritik an Wirtschaftswachstum

Dazu treffen sich von diesem Dienstag an mehr als 3.000 Wirtschaftslenker und Politiker aus aller Welt in den Schweizer Bergen. Immer lauter wird dabei von Jahr zu Jahr die Kritik, dass Wirtschaftswachstum allein den Menschen nicht unbedingt eine Verbesserung ihrer Lebenssituation bringt. So prangerte die Hilfsorganisation Oxfam an, dass Wohlstand sich immer stärker auf die ohnehin schon Reichen konzentriere.

Das WEF selbst räumt ein, dass die zentrale Kenngröße zur Wirtschaftsleistung eines Landes - das Bruttoinlandsprodukt - zu kurz greift. Im eigenen Ranking werden deshalb Kategorien wie Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit hinzugenommen, um beispielsweise zu sehen, wie sehr die heutige Staatsverschuldung künftige Generationen belastet. So seien die USA zwar eines der Länder mit dem höchsten Wachstum, allerdings würden längst nicht alle Menschen daran teilhaben, stellte das Weltwirtschaftsforum fest.

Wirtschaftspolitik setze trotz besorgniserregender sozialer Ungleichheit noch zu sehr auf kurzfristiges Wachstum, hieß es weiter. Die Bevölkerung erwarte dagegen ein "Nettoergebnis", und das seien "breite, nachhaltige Fortschritte bei den Lebensstandards", sagte Richard Samans vom Weltwirtschaftsforum.