VW zahlt 4,1 Milliarden Euro Strafe in den USA

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Foto: APA/AFP/DPA/PATRICK PLEUL Abgastests bei Volkswagen

Der Volkswagen-Konzern und die US-Justiz haben sich auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt.

Der deutsche Autobauer Volkswagen hat mit der US-Regierung einen milliardenteuren Vergleich im Dieselskandal ausgehandelt. Danach muss der Wolfsburger Konzern wegen der Abgasmanipulation in den USA umgerechnet 4,1 Mrd. Euro (4,3 Mrd. US-Dollar) Bußgelder und Strafe zahlen, wie das Unternehmen am Mittwoch erklärte.

Nach dem zugleich veröffentlichten Gerichtsdokument räumt VW den Betrug an Behörden und Kunden über die Emissionen von knapp einer halben Million Dieselfahrzeugen von Mai 2006 bis November 2015 ein. Das Unternehmen bekenne sich der Verschwörung und der Behinderung der US-Justiz schuldig. Verantwortlich seien Manager unterhalb der Vorstandsebene. VW-Chef Matthias Müller erklärte: "Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig."

Weltweit elf Millionen Autos manipuliert

Das US-Justizministerium hatte Europas größten Autobauer vor fast genau einem Jahr wegen des Verstoßes gegen das Luftreinhaltegesetz geklagt.

US-ATTORNEY-GENERAL-LYNCH-AND-EPA-ADMIN-MCCARTHY-A Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/Aaron P. Bernstein Die Leiterin der US-Umweltbehörde Gina McCarthy und Justizministerin Loretta Lynch (re.) Volkswagen hatte im September 2015 die Manipulation von elf Millionen Autos weltweit zugegeben, darunter knapp eine halbe Million Fahrzeuge in den USA. Dort war der Skandal auch aufgedeckt worden. Eine illegale Software sorgte dafür, dass Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickoxid nur auf dem Prüfstand eingehalten werden. Im normalen Straßenverkehr liegen sie um ein Vielfaches höher.

(APA / tem) Erstellt am
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