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Fast-Food-Kette
12/23/2014

Burger-King: Lohnnachzahlung für Mitarbeiter

"In Ausnahmefällen" sei eine Auszahlung von Insolvenzgeld rechtlich jedoch nicht möglich gewesen.

Gut zwei Drittel der Mitarbeiter der insolventen Burger-King-Filialen in Deutschland haben kurz vor Weihnachten ihre ausstehenden Löhne erhalten. Rund 2.200 der insgesamt 3.100 Mitarbeiter hätten ihr Geld in der vergangenen Woche bekommen, teilte das Büro des vorläufigen Insolvenzverwalters Dienstag mit.

"In Ausnahmefällen" sei eine Auszahlung von Insolvenzgeld aber rechtlich nicht möglich gewesen. "Um diese Mitarbeiter kümmert sich das Team intensiv."

Qualitätsstandards sichergestellt

Insolvenzverwalter Marc Odebrecht erklärte zudem, "sämtliche tarifvertraglichen und individuellen arbeitsrechtlichen Vereinbarungen" für die Burger-King-Mitarbeiter würden eingehalten. Als nächstes werde ein "strukturiertes Bieterverfahren" in die Wege geleitet mit dem Ziel, einen "nachhaltig interessierten, verlässlichen Investor" für die fast 90 Filialen zu finden. Vor dem Hintergrund früherer Berichte über Hygienemängel versicherte Odebrecht zudem, dass "sämtliche Qualitätsstandards" in den Schnellrestaurants sichergestellt würden.

Filialen wieder offen

Burger King Deutschland hatte im November die Verträge mit dem Franchisenehmer Yi-Ko-Holding gekündigt und die Firma aufgefordert, alle Filialen zu schließen. Hintergrund waren Verstöße gegen die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen. Anfang Dezember meldete Yi-Ko Insolvenz an. Die Filialen wurden in der vergangenen Woche wieder eröffnet.

Innsbrucker Mitarbeiter beklagen Lohnverzug

Indes beklagen auch Burger-King-Mitarbeiter in Innsbruck, dass sie ihre Gehälter und Löhne unregelmäßig bekommen. Laut Tiroler Tageszeitung (Dienstagsausgabe) ist die November-Zahlung Ende Dezember noch ausstehend gewesen. Eigentlich sollten die Mitarbeiter am Dritten des Folgemonats ihr Geld am Konto sehen. Der Franchisenehmer nannte in dem Bericht Überweisungsfehler als Ursache.

Der Tiroler Burger-King-Franchisenehmer Hannes Schlögl erklärte der Zeitung, dass seine Mitarbeiter lediglich wegen einer erst am Montag bekannt gewordenen Fehlüberweisung noch keinen Lohn für November erhalten hätten. Man habe die Gehaltszahlung berichtigt, alle Löhne seien bereits überwiesen worden. Laut TT hat der besagte Burger-King-Betreiber per 31. Jänner 2014 ein negatives Eigenkapital von 1,6 Mio. Euro ausgewiesen. 2013 beschäftigte das Unternehmen im Schnitt 24 Mitarbeiter.

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