© jäger tee

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10/24/2016

Vom Werbegrafiker zum Tee-Spezialisten

Vor drei Jahren hat Christoph Masin das Teefachgeschäft seines Schwiegervaters übernommen

Hinter dem Verkaufspult stapeln sich die Teedosen, der Duft von Tee liegt in der Luft – mehr als 250 Sorten hat Jägertee, Wiens ältestes Teefachgeschäft, im Angebot. Mittendrin steht Christoph Masin, seit drei Jahren Mehrheitseigentümer und Geschäftsführer des Unternehmens. Ursprünglich hatte er beruflich mit Tee nichts zu tun: der heute 35-Jährige arbeitete lange Jahre als Grafikdesigner. "Es hat allerdings zwei Berührungspunkte mit Tee gegeben: der erste war meine Frau, deren Vater Eigentümer von Jägertee war, und zweitens trinke ich gerne Tee", erzählt Masin.

Der Wunsch nach beruflicher Veränderung und das wachsende Interesse an Tee haben ihn vor sechs Jahren doch in das Geschäft des Schwiegervaters geführt. Eine Übernahme war damals jedoch kein Thema. "Ich bin quasi als Lehrbub gekommen", erinnert sich Masin.

Viel gelernt

Nachdem er drei Jahre "mit gelebt und mit gelernt" habe, habe man sich im Zuge eines Businessplans einmal angeschaut, "was passiert, wenn meinem Schwiegervater, der damals an die 70 Jahre war, etwas passiert". Denn als Einzelunternehmer seien alle Verträge auf ihn gelaufen. In diesem Zusammenhang habe sich dann auch die Frage gestellt, wie es mit dem 1862 gegründeten und seither stets im Besitz der Familie stehenden Betrieb überhaupt weiter gehen sollte. "Wir haben dann beschlossen, dass er in der Familie bleiben soll und die optimalste Übernahme-Variante gesucht", sagt Masin. Als diese haben sich der Verkauf des Unternehmens an Masin und seine Frau sowie die Umwandlung des bisherigen Einzelunternehmen in eine GmbH, die im November 2013 gegründet wurde, erwiesen. An dieser hält Masin 75 Prozent, seiner Frau gehören 25 Prozent. "Mir war ganz wichtig, dass ganz klar ist, wer entscheidet und die Verantwortung trägt", so der Unternehmer. "Ist das nicht geklärt, ist es immer schwierig". Probleme habe es im Zuge der Übernahme kaum gegeben. "Nur mit der Hausverwaltung war es ein bisschen schwierig wegen des alten Mietvertrages", sagt Masin, der dem Förderwesen für Jungunternehmer Lob zollt.

Wandel zum Chef

Nicht ganz leicht sei hingegen der Wandel vom Angestellten zum Chef gewesen, und das nicht nur in Hinblick auf Organisatorisches. Um diese Hürde zu bewältigen, habe er sich professionelle Unterstützung in Form eines Coachings geholt. Würde er sich noch einmal für die Übernahme der Firma entscheiden? Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: "Ich würde es sofort wieder tun!"

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