Verkauf der ÖVAG-Ost-Tochter fixiert

Stresstests: Die ÖVAG gilt als einziger heimischer Wackelkandidat
Foto: apa

Sberbank will die Tochter der Volksbanken AG, die VBI, bis Jahresende übernehmen. Am Freitag werden die Stresstests veröffentlicht.

Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) macht beim Verkauf ihrer Osteuropa-Tochter, Volksbank International (VBI), Tempo: Am Donnerstagabend wurde mit dem Käufer, der russischen Sberbank, eine Absichtserklärung über den Erwerb der VBI unterzeichnet. Die Transaktion soll bis Jahresende abgeschlossen werden, die Kaufsumme wurde nicht genannt.

Dem Vernehmen nach soll die Sberbank, die seit Langem als Favorit für die Übernahme der VBI gilt, den Preis zuletzt auf 580 Millionen Euro verringert haben. Ursprünglich hatten die Volksbanker gehofft, mehr als eine Milliarde Euro für die VBI zu lukrieren. Die Probleme der rumänischen Volksbanken, die 2010 deutliche Verluste eingefahren haben, haben den Verkaufsprozess allerdings gebremst. Jetzt wird die VBI ohne ihre Rumänien-Töchter veräußert. Zuletzt wurde die ungarische OTP als möglicher Käufer für die Rumänien-Sparte kolportiert.

Stresstests

Der Verkauf der VBI soll Eigenkapital in die ÖVAG bringen, das dringend benötigt wird. Denn die ÖVAG gilt bei den EU-Bankenstresstests, die am Freitag veröffentlicht werden, wegen ihrer aktuell schwachen Eigenkapitalbasis als Wackelkandidat. Allerdings dürfte der Verkauf der Ostsparte als Teil des ÖVAG-Restrukturierungsplans für den Stresstest nicht angerechnet werden, weil nur kapitalstärkende Maßnahmen bis 30. April berücksichtigt wurden. Zwei spanische Banken gaben bereits vor der Veröffentlichung der Ergebnisse des Stresstests bekannt, dass sie die Kriterien nicht erfüllen. Die deutsche Landesbank Helaba stieg überhaupt aus dem Test aus.

(KURIER) Erstellt am
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