Verfahren gegen Ex-Lauda-Sponsor

In Schwierigkeiten: Michael Seidl musste der Staatsanwaltschaft im Schweizer St. Gallen Rede und Antwort stehen.
Foto: KURIER/Schraml

Ist Michael Seidl, Gründer der Money Service Group, in U-Haft?

Der Gründer und Ex-Chef der Money Service Group (MSG), Michael Seidl, steht nicht nur in Liechtenstein, sondern jetzt auch in der Schweiz im Fokus der Justiz wegen des Anlagebetrugs-Verdachts. Martin Frey vom kantonalen Untersuchungsamt für Wirtschaftsdelikte der St. Galler Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstagabend gegenüber dem Liechtensteiner Volksblatt, dass gegen Seidl ein Verfahren eröffnet wurde: "Wir haben am Dienstag Michael Seidl wegen des Verdachts auf Vermögensdelikte einvernommen."

Die Information, wonach über Seidl am Dienstagnachmittag die Untersuchungshaft verhängt wurde, kommentierte Frey hingegen nicht: "Dazu erteilen wir keine Auskunft." Seidl bzw. sein Sprecher waren am Dienstag Abend nicht zu erreichen, ebenso die Staatsanwaltschaft in St. Gallen.

Vor seiner Einvernahme wies Seidl im Gespräch mit der Zeitung die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurück. "Ich bin kein Betrüger." Gleichzeitig attackierte er die Behörden in Liechtenstein scharf. So habe die Finanzmarktaufsicht die Voruntersuchung Mitte Juli lediglich aufgrund "diffuser Gerüchte" vorgenommen - konkrete Gründe habe es keine gegeben.

Die MSG war bis vorige Woche Kapperlsponsor von Niki Lauda. Nach Bekanntwerden der Turbulenzen löste der Airliner den Vertrag auf. - Robert Kleedorfer

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(kurier) Erstellt am
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