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29.11.2018

Drei Investmenttrends 2019

Welche Themen werden an den Kapitalmärkten im nächsten Jahr Chancen für Investoren bieten. Wo stecken aber auch die Risiken?

Ein Zehnjahresrückblick an den Kapitalmärkten bringt Investoren zum Staunen: Der österreichischen Leitindex erzielte ein Plus von 87 Prozent, der DAX sogar von 158 Prozent und das Börsenbarometer des US-Technologiebörse erzielte gar ein Plus von über 510 Prozent. Was zwar mit dem großen Crash 2008/09 begann, war eine der längsten Aufwärtstrends der Börsengeschichte. Doch die Anzeichen für eine deutlich volatilere Börse mehren sich. Schon in den letzten zwölf Monaten kamen die Indizes nicht mehr recht vom Fleck und immer größere Rückschläge verunsichern zunehmend die Anleger.

Markus Gremmel von der BAWAG P.S.K: „Gab es in den letzten zehn Jahren fast nur die Richtung aufwärts, so muss nun an den Kapitalmärkten deutlich genauer hingesehen werden, wo man investiert. Aber es gibt noch zahlreiche ungenützte Chancen, in denen noch Kurspotenzial steckt.“ Folgende Themen werden im nächsten Jahr die Börsen dominieren:

1. Die Zinswende kommt nun auch in Europa

Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank scheint zu enden. Erst vor wenigen Wochen hat die EZB angekündigt, ihre aktuelle Geldpolitik nun schrittweise zu verändern. Dabei wurde folgender Zeitplan ausgegeben: Zum Jahresende sollen die umstrittenen Anleihenkäufe enden, wie die Währungshüter zum Abschluss ihrer regulären Zinssitzung im Oktober mitteilten. Doch der Leitzins bleibt vorerst unverändert auf dem Rekordtief von 0,00 Prozent, teilte die EZB mit. Der geldpolitische Rat – das für die Leitzinsen zuständige Entscheidungsgremium der EZB – will frühestens im Herbst 2019 die Zinswende einläuten.

„Trotzdem sollte man derzeit nicht darauf verzichten, in Wertpapiere wie Fonds oder auch starke Dividendentitel zu investieren. Was derzeit aber zählt ist eine breite Streuung und eine gute Auswahl der jeweiligen Titel und dafür eignen sich aktiv verwaltete Fonds ganz besonders.“

Markus Gremmel, Leiter Marketing und Produkte der BAWAG P.S.K.

Für Sparer und Anleihebesitzer bedeutet die aktuelle Situation, dass sie weit über 2019 hinaus mit negativen Realzinsen leben müssen. Wer also sein Geld am Sparbuch parkt, muss sich noch sicher bis 2020 gedulden, bis es wieder Aussichten auf höhere Zinsen gibt. Weil aber zugleich die Inflation wieder anzieht – im Euroraum lagen die Verbraucherpreise im Oktober bei 2,2 Prozent – verlieren Sparer auf den gering verzinsten Sparbüchern, Tages- oder Festgeldkonten viel Geld. Der Aktienmarkt wird natürlich durch die Geldpolitik der Notenbanken beeinflusst, allerdings wirken gerade bei Aktien auch viele andere Kräfte. Die aktuellen Kurskorrekturen auf den Aktienmärkten resultieren derzeit weniger aus dem Kurswechsel der Europäischen Zentralbank, sondern eher aus den politischen Risiken und einem drohenden Konjunkturabschwung.

2. Die Politik wirkt sich auf den Kapitalmärkten aus

Eines zeigt sich derzeit ganz deutlich: Politische Börsen haben leider keine kurzen Beine, wie Börsianer sonst immer der Auffassung sind. Der US-Präsident Donald Trump befeuert den weltweiten Handelskrieg, Italien schert sich nicht mehr um die Euro-Richtlinien, der Brexit steht vor der Tür und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel steht vor der Ablöse. Aktuell gibt es also in der Politik sehr viele Unsicherheitsfaktoren, die auf jeden Fall ihre Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben werden.

3. Megatrend Nachhaltigkeit

Mit Temperaturen bis zu über 37 Grad Celsius und 42 Tagen über 30 Grad in Wien war der Sommer 2018 ein Rekordsommer. Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) war dieser Sommer in Österreich insgesamt der wärmste seit Messbeginn im Jahr 1767. Doch was Urlauber an kühlen heimischen Bergseen genießen konnten, war für die Bauern in Österreich eine Katastrophe. Laut Bauernbund belaufen sich die Dürreschäden des Supersommers 2018 in der Land- und Fortwirtschaft auf rund eine halbe Milliarde Euro. Laut der vom Klima- und Energiefonds finanzierten Studie „COIN - Cost of Inaction: Assessing the Costs of Climate Change for Austria“ könnte der Klimawandel Schäden von bis zu 8,8 Milliarden Euro nur die österreichische Volkswirtschaft bis 2050 kosten.

In Deutschland könnte der Klimawandel im gleichen Zeitraum einen volkswirtschaftlichen Schaden von bis 800 Milliarden Euro anrichten. „Kein Wunder also, dass weltweit in den unterschiedlichsten Bereichen an Lösungen gearbeitet wird, den Klimawandel zu stoppen“, so Markus Gremmel. Während die Industrialisierung viele der Umwelt- und Klimaprobleme erst geschaffen hat, kann die nächste Industrielle Revolution dazu beitragen, diese Probleme zu lösen.

Laut Bloomberg New Energy Finance beliefen sich auch die Investitionen in saubere Energieprojekte nur im vergangenen Jahr auf 333,5 Milliarden US-Dollar. „Umweltschutz und Klimawandel sind die drängendsten Probleme der Menschheit. Dieser Megatrend befeuert auch an den Börsen die Nachfrage nach Technologieführern in diesem Bereich. Mit einem Investment in solche Unternehmen eröffnet man sich nicht nur Renditechancen, sondern leistet man auch einen aktiven Beitrag für eine ein bisschen bessere Welt.“ Mit Investmentfonds wie dem Amundi Ethik Fonds investiert man weltweit auch in Unternehmen der Umweltbranche und wie die Zahlen zeigen, lohnt sich das auf eine mittelfristige bis langfristige Sicht.

Alle Informationen zum Thema Veranlagung finden Sie auf veranlagung.bawagpsk.com.