Wirtschaft
02.03.2018

US-Stahlzölle - Kurz fordert "harte Gegenmaßnahmen" der EU

Laut Bundeskanzler Kurz sei die Strafzoll-Ankündigung "ein absolut falsches Signal", da Strafzölle einen Handelskrieg auslösen könnten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) drängt auf "harte Gegenmaßnahmen" der Europäischen Union (EU) auf die gestern von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle für Stahl und Aluminium. "Ich erwarte eine selbstbewusste Antwort der EU auf die von Trump angekündigten Maßnahmen", so Kurz in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA am Freitag.

Die Rolle Europas

Die Strafzoll-Ankündigung sei "ein absolut falsches Signal". Kurz verwies darauf, dass sich Strafzölle negativ auf das Wirtschaftswachstum beider Partner auswirken würden und einen Handelskrieg auslösen könnten. Europa habe eine starke Wirtschaft und müsse "eine starke sowie selbstbewusste Rolle einnehmen".

Der österreichische Stahlproduzent voestalpine ist von den angekündigten US-Strafzöllen auf Stahlimporte laut voest-Chef Wolfgang Eder "mit dem Großteil ihrer Aktivitäten von den geplanten Maßnahmen nicht berührt". Die voestalpine tätigt nach Angaben von Donnerstagabend etwa zwei Drittel ihrer US-Umsätze von rund 1 Mrd. Euro als lokaler Erzeuger in den USA. Die Aktien der voestalpine notierten kurz nach Handelsbeginn an der Wiener Börse bei 45,50 Euro (-1,75 Prozent).