UNIQA-Zentrale am Wiener Donaukanal.

© Deutsch Gerhard

versicherungen
04/27/2016

UNIQA setzt auf Wachstum in Osteuropa

Aufholjagd. Fünf bis sechs Prozent pro Jahr / Langfristig unter die Top 3 / Ein-Marken-Strategie.

von Andrea Hodoschek

Wirtschaftsforscher prognostizieren für die Länder in Zentral- und Osteuropa (CEE) ein wesentlich höheres Wirtschaftswachstum als für die Eurozone. Davon will auch der börsenotierte Versicherungskonzern UNIQA profitieren, der in 15 CEE-Ländern präsent ist. Wolfgang Kindl, Chef der UNIQA International, rechnet bis 2020 mit einem jährlichen Anstieg der Prämien um durchschnittlich fünf bis sechs Prozent. Ein Prozent Wirtschaftswachstum in CEE bringe rund zwei Prozent Prämienplus.

Im Vorjahr fuhr die UNIQA in den CEE-Märkten 2,4 Milliarden Euro an Prämien (das ist ein Fünftel der Gesamtprämien) und 49 Millionen Euro an Gewinn ein. Sechs der insgesamt zehn Millionen Kunden sind in Osteuropa, wo die Gruppe bei den Marktanteilen derzeit auf Platz sechs liegt. Kurzfristig will Kindl auf Rang fünf aufrücken, langfristig ist ein Stockerlplatz angepeilt. Was ohne Akquisitionen allerdings schwer möglich sein werde, meint Kindl.

Die UNIQA setzt im Osten auf eine Ein-Marken-Strategie und hat heute einen Bekanntheitsgrad von rund 90 Prozent. Der Effizienz-Steigerung fielen in den vergangenen zwei Jahren rund 1400 Arbeitsplätze zum Opfer. Heute zählt die Gruppe in CEE rund 6500 Mitarbeiter. Dafür konnte die Combined Ratio (Verhältnis von Kosten und Leistungen zu Prämien) von defizitären 112 Prozent (2010) auf knapp 98 Prozent verbessert werden. Seit 2010 wuchs die UNIQA um 22 Prozent stärker als der gesamte Versicherungsmarkt.

Das Aufholpotenzial zeigt sich auch an den Durchschnittsprämien pro Kopf. Während dieser Wert in Österreich bis 2250 Euro im Jahr liegt, grundelt CEE bei 150 Euro.

Im Gegensatz zu Westeuropa ist die Staatsverschuldung in vielen CEE-Ländern moderat. Polen beispielsweise hat eine Schuldenquote von nur 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. In der Eurozone liegt der Schuldenstand bei 90 Prozent.

Die Partnerschaft mit der Raiffeisen Bank International, über deren Filialen die UNIQA ihre Polizzen verkauft, läuft noch bis 2023.

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