Getrocknet halten die Kastanien länger - am besten legt man sie auf einen trockenen, warmen Untergrund. Sie lassen sich auch im Ofen bei maximal 80 Grad trocknen - die Ofentür sollte einen Spalt offen gelassen werden.

© dpa/Martin Gerten

Trockenheit
07/29/2013

Dürre: Hilfe für Bauern aus Katastrophenfonds

Auch sollen Bauern die Blühstreifen abmähen dürfen, um an Futter für ihre Tiere zu kommen.

Bei Mais sind ob der anhaltenden Hitzewelle und Trockenheit heuer bis zu 70 Prozent Ernteausfälle zu erwarten, ließ die Hagelversicherung vorige Woche ausrichten. "Mit regional oft weniger als 60 Millimeter Niederschlag im Juni und Juli fiel speziell im Süden um mehr als die Hälfte weniger Regen als im langjährigen Schnitt", so ein Sprecher. "Spitzenerträge sind bereits ausgeschlossen", sagte Landwirtschaftskammer-Experte Günther Rohrer zur APA. Auch Kürbiskulturen, denen auch schon die Feuchte im Frühjahr nicht gut tat, und Erdäpfel würden im Wachstum leiden.

Um den Bauern unter die Arme zu greifen, forderte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Gerhard Wlodkowski, Hilfe aus dem Katastrophenfonds. "Die heimischen Bauern haben ein extrem schwieriges Jahr zu bewältigen. Nach dem kalten, feuchten Frühjahr folgt jetzt eine bedrohliche Hitzeperiode. Für viele Bauern ist die Ernte in Gefahr - sie brauchen jetzt rasch Hilfe.“

"Gras vertrocknet und braun"

Hilfe aus dem Katastrophenfonds bräuchten "Tierhalter, die in der Grünlandproduktion bereits große Schäden verzeichnen". Um Notverkäufe von Rindern und Schafen zu verhindern - was zum Teil schon passieren soll - bräuchten Betriebe, die Futter zukaufen müssten, die Finanzhilfe aus dem Katastrophenfonds. "Je nach Region fällt der zweite und dritte Grünlandschnitt weitgehend aus. Auf exponierten Lagen ist das Gras bereits vertrocknet und braun. Selbst bei reichlichem Regen wären für heuer nur mehr bescheidene Erträge möglich", so Wlodkowski.

So soll es geschädigten Grünlandbauern zudem erlaubt werden, dass Futter von Ackerblühflächen und Biodiversitätsflächen verfüttert werden darf, fordert Wlodkowski. Diese Blühstreifen sind eigentlich geschützt. Wie Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich am Samstag via Aussendung mitteilte, habe sein Ministerium bereits bei der EU angefragt, "um eine Freigabe von Blühstreifen und Biodiversitätsflächen zu erreichen."

Es bleibt trocken

Von einer Meteorologin der ZAMG gab es auf APA-Anfrage am Samstag jedenfalls keine Entwarnung in Sachen Trockenheit - vor allem für die besonders trockenen Gebiete südlich des Alpenhauptkammes. Es werde nur von Montag auf Dienstag zu Gewittern kommen, die nur lokal möglicherweise Abhilfe schaffen könnten. Auch die Tage danach seien nicht mehr als lokale Gewitter zu erwarten, auch wenn mehr als 35 Grad in der kommenden Woche nach Montag nicht mehr zu erwarten seien. Vor allem im Süden Österreichs werde es bestimmt einer der trockensten Julis seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1858 werden, so die Fachfrau.

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