Eine Absperrung leuchtet am 11.12.2012 in Essen (Nordrhein-Westfalen) vor der Unternehmenszentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp Rot. Der krisengeschüttelte Stahlkonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von fünf Milliarden Euro verbucht. Foto: Oliver Berg/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

© dpa/Oliver Berg

Stahlsparte
07/03/2017

Thyssenkrupp will bei Tata-Stahlfusion weniger als Hälfte

Bisher hatten die Düsseldorfer erklärt, 50 Prozent halten zu wollen.

Thyssenkrupp will sich einem Medienbericht zufolge bei der Fusion seiner Stahlsparte mit dem Rivalen Tata mit weniger als 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen begnügen. Damit könne Thyssenkrupp das schwächelnde Geschäft aus seiner Bilanz herausbekommen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen Konzernmanager.

Bisher hatten die Düsseldorfer erklärt, 50 Prozent halten zu wollen. Die Zeitung berichtete weiter, Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger wolle noch im Juli mit Tata-Chef Natarajan Chandrasekaran ausloten, ob ein Zusammenschluss mit Tata Steel Europe machbar sei. Eine Entscheidung solle noch in dem bis Ende September laufenden Geschäftsjahr 2016/17 gefällt werden.

Fusionsgedanke

Thyssenkrupp wollte sich am Sonntagabend auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. Bei Tata war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Mitte Mai hatte der Fusionsgedanke neue Nahrung erhalten, nachdem Tata von einer grundsätzlichen Einigung mit dem britischen Pensionsfonds berichtet hatte. Die Pensionslasten von Tata in Höhe von umgerechnet rund 17,5 Mrd. Euro gelten als ein Haupthindernis für ein Joint Venture. Bei den Arbeitnehmern treffen die Fusionspläne weiter auf Ablehnung.

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