© christandl jürg

AK-Kritik
07/15/2013

Teure Lebensmittel von der Tankstelle

Die AK moniert alarmierende "Preis-Aufschläge" bei Lebensmitteln in Tankstellen-Shops.

Wer kennt das nicht? Der Kühlschrank ist leer und die Geschäfte haben bereits geschlossen. Meist führt der Weg dann zur nächsten Tankstelle. Ein vollwertiger Einkauf "an der Tanke" geht nach aktuellen Zahlen des Preismonitors der Arbeiterkammer ganz schön ins Geld. Verglichen wurden 76 idente Nahrungsmitteln und Drogeriewaren in 14 Tankstellen-Shops und neun Super- und Drogeriemärkten in Wien.

Ein Einkaufskorb mit 68 identen Lebensmitteln und acht Drogerieprodukten ist in den Tankstellen-Shops um durchschnittlich 48 Prozent teurer als in den Supermärkten. So kostet der Einkaufskorb in den Tankstellen-Shops im Schnitt 230,14 Euro, in den Supermärkten im Schnitt 155,52 Euro.

Doch auch hier gibt es Unterschiede. Ist etwa ein Supermarkt-Konzern am Shop beteiligt, so fallen die Preisaufschläge zwar insgesamt geringer aus, die Preisspanne zwischen einem Einkauf im "regulären" Geschäft und neben der Zapfsäule ist aber immer noch beträchtlich. Im Billa-Tankstellen-Shop ist ein Einkaufskorb mit 34 Produkten etwa um 16,6 Prozent teurer als in der Billa-Filiale. Im Merkur-Tankstellen-Shop kostet ein Warenkorb mit 54 Produkten um 24,3 Prozent mehr als in der entsprechenden Filiale. Und in den Spar-Tankstellen-Shops ist ein Warenkorb mit 45 Produkten um 16,7 Prozent kostspieliger als in den Spar-Filialen.

Mineralwasser deluxe

Die größte Preiskluft tut sich jedoch zwischen den einzelnen Tankstellenshops auf. Preisunterschiede von bis zu 306 Prozent wurden registriert.

Als Beispiele führte die AK etwa eine Flasche Vöslauer Mineralwasser (1,5 Liter PET-Flasche) an. Muss man in Supermärkten dafür durchschnittlich 0,67 Euro löhnen, so beträgt der Preisdurchschnitt in den Tankstellen-Shops stolze 1,49 Euro - das ist eine Preisdifferenz von knapp 124 Prozent. Milka Schokolade (100 Gramm) koste in den Supermärkten im Schnitt 1,09 Euro, in den Tankstellen-Shops 1,73 Euro - eine Aufschlag von knapp 60 Prozent.

Zwischen Ende Mai und Anfang Juni testete die AK in 14 Tankstellen-Shops, fünf Supermärkten (Billa, Eurospar, Merkur, Spar und Zielpunkt) und vier Drogeriemärkten (dm, Bipa, Müller, daily), wobei Aktion berücksichtigt wurden. Ob es im Vergleich zum Vorjahr zu weiteren Preisanstiegen gekommen ist, konnte die AK auf KURIER-Nachfrage nicht bestätigen.

Mehr zum Preismonitor finden Sie hier.

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