Teure Energie drückt Handelsbilanz

dapdFILE - In this June 3, 2009 file photo containers are loaded at a terminal of the "Hamburger Hafen und Logistik AG" (HHLA) in the harbor of Hamburg, northern Germany. The German government on Wednesday Jan 19, 2011 raised its growth forecast for the c
Foto: dapd

Neuer Exportrekord im Jahr 2011, hohe Energiepreise trieben allerdings das Importvolumen.

Für Österreichs Exporteure war 2011 ein gutes Jahr: Vor allem in der ersten Jahreshälfte brummte der Außenhandel, unterm Strich stiegen die Ausfuhren laut Statistik Austria um 11,7 Prozent auf den Rekord von 122,16 Milliarden Euro. Allerdings kletterten auch die Importe kräftig: Sie legten um satte 15 Prozent auf 130,76 Milliarden Euro zu. Damit verdoppelte sich das Außenhandelsdefizit auf 8,59 Milliarden Euro.

Verantwortlich für den kräftigen Anstieg der Importe ist besonders der Preisschub im Energiebereich: So stieg das Defizit im Bereich „Rohstoff Energie“ von minus 8,66 Milliarden auf 11,53 Milliarden. Gleichzeitig stiegen die Importe aus Russland – von wo Österreich einen Großteil seines Erdgases bezieht – um 45,8 Prozent. „Im Energiebereich waren vor allem Preissteigerungen für das wachsende Handelsbilanzdefizit verantwortlich“, so Konrad Pesendorfer, Leiter der Statistik Austria. Wichtigster Handelspartner bleibt weiter Deutschland: 38,2 Prozent aller Importe bzw. 31,1 Prozent aller Exporte entfielen auf das Nachbarland. Überdurchschnittlich stark stieg aber der Handel mit den neuen Beitrittsländern der EU sowie mit Drittstaaten.

Exportoffensive

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will daher die Ausfuhren in Länder außerhalb Europas weiter ankurbeln, erklärte er am Freitag: „Wir forcieren die Ausfuhren in neue Zukunftsmärkte, verteilen damit das Risiko besser und nützen die Marktpotenziale in den geringer verschuldeten und wachstumsstärkeren Ländern außerhalb Europas.“ Mit 35 Mio. Euro sollen auch 2012 insbesondere kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen der „go international“-Exportoffensive unterstützt werden. Das ist auch wichtig, denn: Laut WIFO sanken die Exporte im letzten Quartal 2011 um 0,4 Prozent. 2012 soll es wieder leicht aufwärts gehen.

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?