Orientteppiche: Kunden werden oft überhöhte Summen abgeknüpft.

© /Hubsi Kramar

Konsumentenschutz
06/02/2016

Teppichreinigung: AK warnt vor Wucherpreisen

Salzburgerin bezahlte 1.700 Euro für zwei Orientteppiche.

Die Arbeiterkammer Salzburg warnt vor unseriösen Teppichputzern. Eine Salzburgerin bezahlte Anfang Mai für die Reinigung ihrer beiden Orientteppiche 1.700 Euro. Wie sich herausstellte, mehr als das Zehnfache des üblichen Preises. Immer wieder werben laut AK schwarze Schafe in der Branche mit billigen Preisen oder speziellen Reinigungsmethoden. Den Kunden werden dann überhöhte Summen abgeknüpft.

1.700 Euro statt 140 Euro

"Wir erfahren in regelmäßigem Abstand von derartigen Fällen. Zuletzt hatten auch die Arbeiterkammern im Burgenland und in der Steiermark mit überraschten Kunden zu tun", sage AK-Konsumentenschützer Peter Niedermayr am Donnerstag. Branchenüblich sei ein Preis zwischen 25 bis 29 Euro pro Quadratmeter. Für die Reinigung der beiden Orientteppiche der Salzburgerin - die beiden Stücke maßen 240 mal 160 Zentimeter und 160 mal 80 Zentimeter - wäre damit eine Summe von etwa 140 Euro angemessen gewesen. "Der Betrag von 1.700 Euro steht in keinem Verhältnis zum Wert der Dienstleistung und dem Wert der Teppiche", erklärte Niedermayer. Auch ein von der Frau unterschriebener Dienstleistungsvertrag rechtfertige diesen Preis nicht.

Kostenvoranschläge einzuholen

Die AK empfiehlt, vor einer Reinigung mehrere Kostenvoranschläge einzuholen. "Nur so kann man vergleichen, ob die verrechneten Preise marktüblich sind." Im Internet fänden sich oft Referenzen und Informationen zu einzelnen Anbietern. Wer seine orientalischen Teppiche liebe, sollte diese nur etablierten Fachfirmen zur Reinigung und Reparatur überlassen. Außerdem warnen die Konsumentenschützer: "Leisten Sie keine Anzahlungen im Voraus und kontrollieren sie die Arbeit."

Im konkreten Fall musste die Arbeiterkammer übrigens nicht mehr für die Salzburgerin tätig werden. Der Sohn der Frau trat vom Kaufvertrag zurück und konnte die Causa mit dem Anbieter offenbar selbst regeln.

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