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Tchibo/Eduscho
08/28/2013

"Grünstrom" vom Kaffeeröster

Ab dem 2. September können sich 5000 Kunden mit Ökostrom von Tchibo/Eduscho versorgen lassen.

Nachhaltigkeit. Ein Schlagwort, welches der Kaffee-Einzhändler Tchibo/Eduscho ab dem 2. September auf "branchenfremde" Art und Weise aufgreift. Künftig gibt's neben "röstfrischem" Kaffee auch Grünstrom. Nach dem Vorbild der Lebensmittelkette Hofer werden ab kommendem Montag 5000 Kunden, welche in Besitz der Kundenkarte "PrivatCard" sind, die Möglichkeit haben ausschließlich in Österreich produzierten Grünstrom zu beziehen. Den nötigen Strom liefert das Kärntner Familienunternehmen AAE (Alpen Adria Energie) Naturstrom.

Bis Ende 2016 bietet die Firma eine Preisgarantie von 6,95 Cent pro Kilowattstunde (kWh) netto, die Grundgebühr pro Zähler beträgt monatlich 1 Euro netto. "Unser Angebot ist mit Sicherheit besser als das von Hofer", sagte Österreich-Chef Harald Mayer zur APA.

Positive Resonanz

Der Strom komme zu 100 Prozent aus Österreich und setze sich wie folgt zusammen: 60 Prozent Windenergie, 20 Prozent Sonnenenergie, 15,5 Prozent Kleinwasserkraft, 4,4 Prozent Biomasse und 0,05 Prozent "sonstige Ökoenergie". Der Diskonter Hofer kooperierte bei seinem Angebot mit der oekostrom AG, 90 Prozent des Stroms stammten aus Kleinwasserkraftwerken in der Steiermark, Tirol und Salzburg, 9 Prozent aus niederösterreichischer und burgenländischer Windenergie und 1 Prozent aus Photovoltaik. Eine Neuauflage sei geplant, über den Zeitpunkt habe man sich aber noch nicht geeinigt, sagte oekostrom-Sprecherin Gudrun Stöger zur APA.

In der E-Control wird das Angebot von Tchibo/Eduscho jedenfalls schon jetzt begrüßt. "Solche Aktionen beleben den Markt", so Bettina Ometzberger, Sprecherin der Regulierungsbehörde.

Gutes Gewissen kaufen

Tchibo/Eduscho-Chef Mayer räumte ein, dass das Angebot geringfügig teurer sei als bei anderen Stromanbietern. Wobei dies nicht vergleichbar sei, weil andere keinen Naturstrom anbieten würden. "Ich kann ja ein Elektroauto auch nicht mit einem Benzinauto vergleichen", so Mayer.

Da der Kaffeeröster das Thema Nachhaltigkeit nach eigenen Angaben in den Mittelpunkt seiner Geschäftspolitik stellt, wird nun auch die Firmenzentrale in Wien auf Ökostrom umgestellt. Bis 2014 sollen zudem alle 150 Filialen in Österreich mit "Grünstrom" laufen.

Wer sich für die Aktion interessiert, muss ein entsprechendes Formular in einer Tchibo/Eduscho-Filiale oder online auf www.tchibo.at/naturstrom oder www.aae.at/tchibo_naturstrom ausfüllen. Um alles Weitere, inklusive Anbieterwechsel, kümmere sich AAE Naturstrom. Bei Lieferbeginn winkt eine 10-Euro-Gutscheinkarte von Tchibo/Eduscho.

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