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Wirtschaft
12/05/2011

TA: Pecik plant Weiterverkauf an Russen

Telekom-Neoaktionär Pecik will bis zu 30% der Telekom Austria-Aktien erwerben und das Paket dann an die Vimpelcom weiterverkaufen.

Überraschend war am 17. Oktober bekannt geworden, dass Gesellschaften des Investors Ronald Pecik schon 0,0846 Prozent an der Telekom halten und der Investor über Töchter seiner Stiftung Optionen auf weitere 5,4 Prozent erworben hat. Wie Format berichtet, ziele der Einstieg Peciks bei der börsenotierten Telekom Austria auf eine Übernahme des Unternehmens ab.

Demnach sei Peciks Beteiligung nicht auf den bereits bekanntgegebenen Anteil (Aktien und Optionen für über 5 Prozent) beschränkt, sondern der Investor und sein Konsortium hätten sich "klammheimlich" bereits 20 Prozent an der Telekom Austria gesichert, teils in Form von Optionen. Ziel sei der Erwerb von bis zu 30 Prozent der TA-Aktien. Das Paket wolle Pecik dann schrittweise binnen zwei bis fünf Jahren an die russische Vimpelcom weiterverkaufen mit einem erhofften Gewinn von mindestens 30 Prozent.

Vimpelcom

Hinter dem russischen Mobilfunkriesen Vimpelcom steckt als einer der Großaktionäre der ägyptische Investor und Milliardär Naguib Sawiris. Der Mobilfunkunternehmer verkaufte Anfang 2011 fast sein ganzes Telekomimperium an Vimpelcom - für 6,5 Milliarden Dollar, davon 1,5 Milliarden in bar, den Rest in Aktien. Naguib Sawiris Bruder Samih bestätigte am 16.Oktober in der Schweizer Sonntagszeitung dass sein Bruder Naguib Interesse an der Telekom Austria habe. Die ägyptische Sawiris-Familie hat mit der Orascom-Gesellschaft ein milliardenschweres Immobilien- und Tourismusunternehmen. Orascom wurde schon einmal als Kaufinteressent für die Telekom genannt.

An der Vimpelcom beteiligt ist auch die russische Alfa-Gruppe, die vom Oligarchen Michail Fridman kontrolliert wird. Weiters hält die norwegische Telenor Anteile.

ÖIAG

Die Staatsholding ÖIAG hält 28,42 Prozent der TA-Aktien. Bei der ÖIAG gibt man sich zurückhaltend zu den Berichten, dass der österreichische Telekom-Marktführer möglicherweise Ziel eines Übernahmeplans sei. "Wir haben die ad-hoc-Meldung der Telekom Austria zur Kenntnis genommen", so ÖIAG-Sprecher Bernhard Nagiller. "Die ÖIAG ist ein stabiler Kernaktionär der Telekom Austria."

Der Telekom-Marktführer in Österreich, über dessen Server hochsensible Daten laufen, befindet sich in einer heiklen Position. Insider verweisen darauf, dass das Unternehmen zunächst erkunden müsse, wer hinter den Marktbewegungen stecke, und danach seine Strategie ausrichten müsse.

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