Wirtschaft
08.12.2017

Supernova baut Geschäfte aus: Nach bauMax nun Hotels

Neben Einkaufszentren und Fachmärkten setzt Supernova auf neues Standbein - Tourismus- und Hotelprojekte.

"In Wien gibt es Bedarf speziell an modernen Business-Hotels. Wir schauen uns bereits nach geeigneten Projekten um und werden in die Schlacht um diesen umkämpften Markt eintreten", sagt Frank Albert, Chef der österreichischen Supernova-Gruppe, zum KURIER. "Wir wollen uns mit Hotel- und Tourismusprojekten ein zweites Standbein aufbauen und widmen uns daher diesem Thema schon länger."

Vergangene Woche hat Supernova das 2003 errichtete und gemischtgenutzte Branimir-Center (20.000 Quadratmeter) am Zagreber Hauptbahnhof übernommen. Es wird nun generalsaniert. Für das Center-Hotel hat Albert die Hilton-Kette als Mieter gewonnen. Neben einem Cinestar-Kino gibt es dort auch noch 4000 Quadratmeter Büroflächen.

"Wir wollen das Branimir-Center wieder zu einem Leitprojekt machen", sagt Frank Albert. Dafür werden etliche Millionen Euro in die Hand genommen.

Zurück zu den Hotels: In Köln soll die nächste Herberge etabliert werden, eine Liegenschaft sei bereits gekauft worden. Auch der Mieter stehe schon fest, wird aber noch nicht verraten.

Das Kerngeschäft von Supernova ist aber die Entwicklung, der Betrieb und die Vermietung von Einkaufszentren und Fachmärkten sowie Baumärkten in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Der Gruppe gehören insgesamt 105 Objekte, davon 40 Einkaufs- und Fachmarktzentren. Expandiert wird jetzt auch nach Rumänien. In Sibiu wird auf 18 Hektar ein Retail-Center errichtet, eröffnet wird es 2019.

Sein erstes Fachmarktzentrum eröffnete Albert 1994 in Leoben, das zweite folgte in Zwettl und das dritte dann in Laibach. Der bisher größte Coup gelangt dem durchwegs gut gelaunten Deutschen und Absolventen des Grazer Joanneum mit der Übernahme von 58 Standorten der bankrotten Heimwerkerkette bauMax im Sommer 2015. Für die Finanzierung dieses Deals musste er 200 Millionen Euro auftreiben, zehn Banken spielten dabei mit. Die Rechnung ging für alle Seiten auf. Rund 40 Standorte werden an die Baumarktkette OBI vermietet, der Rest wurde verkauft. "OBI ist happy, die Banken sind zufrieden und auch die bauMax-Mitarbeiter wurden fast alle übernommen", sagt der Unternehmer. "Bei diesem Projekt hat alles zusammengepasst. Es ist einfach perfekt gelaufen."