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Bessere Herkunftsangaben
02/12/2013

Suche nach Ursachen für Pferdefleisch-Skandal

Gsundheitsminister Stöger will eine lückenlos Datenbank, die den Weg vom Rohstoff zum Produkt zeigt.

Die aktuellen Fälle von Pferdefleisch in Rindsfaschiertem beschäftigen nun auch die EU. Der britische Ernährungsminister Owen Paterson hat ein Krisentreffen mit Vertretern der Nahrungsmittelbranche einberufen. Am Mittwoch beraten der irische Landwirtschaftsminister Simon Coveney, der EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg und Kollegen weitere Schritte.

Burger, Lasagne und Spaghetti mit einem Pferdefleischanteil von bis zu 100 Prozent wurden in Tesco-Supermärkten und bei Burger King gefunden. In britischen Haftanstalten wurde schweinefleischhaltiges Essen an muslimische Gefangene verteilt. Mittlerweile weitet sich der Skandal auf immer mehr Länder aus.

Der aktuelle Fall zeige, wie wichtig die Rückverfolgbarkeit von Produkten ist, nahm Gesundheitsminister Alois Stöger Stellung: „Wir brauchen eine europaweite Datenbank, die den Weg vom Rohstoff zum Produkt lückenlos zeigt.“

Bauerbund-Präsident Jakob Auer betonte, „dass Verbraucher ein Recht auf nachvollziehbare Herkunftsangaben haben“. Bei Milch- und Fleischprodukten sei die Herkunft immer noch ein Geheimnis, so Auer. Damit müsse Schluss sein.