Wolfgang Eder: Eines seiner zentralen Themen als Präsident des Weltstahlverbandes ist der Beitrag der Stahlindustrie zum globalen Klimaschutz.

© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Weltstahlverband
10/06/2014

Stahlbranche schwächelt, Eder neuer Präsident

voestalpine-Chef Wolfgang Eder führt nun Verband der Stahlhersteller an. Tausende Jobs in Europa wackeln.

Der Weltstahlverband hat seine Erwartungen für dieses und das kommende Jahr zurückgeschraubt. Unter anderem wegen eines schwächeren Nachfragewachstums in China sowie Einbußen infolge der Ukraine-Krise werde der weltweite Verbrauch 2014 und 2015 nur noch um je zwei Prozent zulegen, teilte die Organisation am Montag mit. Zuvor hatte der Verband Zuwächse von 3,1 beziehungsweise 3,3 Prozent erwartet.

Im kommenden Jahr würde die Menge damit auf knapp 1,6 Mrd. Tonnen zulegen. Der Schwung aus dem zweiten Halbjahr 2013 habe sich in den vergangenen Monaten nicht fortgesetzt, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftskomitees des Verbands, Hans Jürgen Kerkhoff, in Moskau, wo sich die Branche um ArcelorMittal und ThyssenKrupp zur Weltstahlkonferenz trifft. 2013 war der Verbrauch noch um 3,8 Prozent gestiegen. Insgesamt kämpft die Schwerindustrie in Europa mit Überkapazitäten. Die Stahlkocher bauen Tausende Jobs ab.

Eder neuer Präsident

Der Verband vertritt etwa 170 Stahlhersteller und Organisationen, die für rund 85 Prozent der weltweiten Produktion stehen. Angeführt wird die Vereinigung ab sofort für ein Jahr von voestalpine-Chef Wolfgang Eder. Im Rahmen der Jahrestagung in Moskau wurde er zum Präsidenten des Branchenverbandes ernannt, nachdem er bereits ein Jahr lang als Vize fungierte, geht aus einer Aussendung des oberösterreichischen Stahlkonzerns hervor.

Auf seine jetzige Funktionsperiode folgt für Eder dann - dem routinemäßigen Prozedere des Verbandes folgend - wieder ein Jahr lang Vizepräsidentschaft. Jeder Präsident der World Steel Association hat eine jeweils einjährige Aufwärm- bzw. Ausklangphase als Vize.

"In meiner neuen Rolle sind mir vor allem drei Themen ein großes Anliegen: Einerseits der Beitrag der Stahlindustrie zum globalen Klimaschutz, die Lebenszyklus-Betrachtung des Werkstoffs Stahl und der langfristige Wandel der Branche vom Massen- zum Qualitätsstahl", teilte Eder am Montag mit. Auch "auf World-Steel-Ebene" würden gleiche Wettbewerbsbedingungen vor allem in der Energie- und Klimapolitik immer mehr zu einem Thema, so der Vorstandsvorsitzende der voestalpine.

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