Wirtschaft 05.12.2011

Stärkster Preisanstieg seit knapp drei Jahren

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Die Teuerung kletterte im Juli auf 3,5 Prozent. Zuletzt war die Inflation im September 2008 so hoch. Neben Sprit vor allem Essen und Restaurantbesuche teurer.

Die Teuerung hat sich im Juli beschleunigt: Sie stieg auf 3,5 Prozent im Jahresvergleich. Damit erreicht sie den höchsten Wert seit September 2008 (3,8 Prozent).

Hauptverantwortlich dafür seien laut Statistik Austria die Treibstoffpreise, die um 17 Prozent höher als vor einem Jahr waren. Weitere Preistreiber waren die Kostengruppen "Wohnen, Wasser, Energie" (+3,2 Prozent) "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (+4,7 Prozent) sowie "Restaurants und Hotels" (+4,3 Prozent).

Mehr Gewicht für Restaurantausgaben

Der letztgenannte Punkt hatte auch bei der jüngsten Neugestaltung des "Warenkorbs" Anfang des Jahres mehr Gewicht bekommen. Der Grund: Die Konsumgewohnheiten verändern sich. "Die Österreicher gehen heute zum Beispiel mehr außer Haus essen", so Josef Auer von der Statistik Austria.

Bis dato wurden die Waren und Dienstleistungen alle fünf Jahre verändert und neu gewichtet. Seit heuer wird der Warenkorb aber jährlich aktualisiert. Stärker gewichtet wurden im VPI-2010 im Vergleich zu 2005 Restaurant und Hotel-Ausgaben sowie die Kosten für Wohnung, Wasser und Energie. Schwächer gewichtet wurden die Ausgaben für Verkehr und Nachrichtenübermittelung.

Kleidung billiger

Ob zuhause oder im Restaurant: Beim Essen müssen Herr und Frau Österreicher höhere Preise schlucken.
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Hauptpreisdämpfer war im Schlussverkaufsmonat Juli die Ausgabengruppe " Bekleidung und Schuhe", sie wurde im Monatsvergleich um 13,1 Prozent billiger. Der Preisindex für Pensionistenhaushalte wuchs im Juli um 3,6 Prozent, nach 3,5 Prozent im Juni.

In der Eurozone und in der gesamten EU ist die Teuerungsrate von 3,1 Prozent im Juni auf 2,9 Prozent im Juli zurückgegangen.

Erstellt am 05.12.2011