© dpa/Julian Stratenschulte

Spanien
02/18/2013

Rekordschulden trotz Spardiktat

Trotz Sparkurs wuchs der spanische Schuldenberg um 146 Mrd. Euro.

Trotz drastischer Einsparungen in Spanien sind die Staatsschulden des Euro-Krisenlandes nach Informationen der Zeitung El País 2012 um den Rekordbetrag von 146 Milliarden Euro gestiegen. Nie zuvor in der spanischen Geschichte hätten die Verbindlichkeiten des Staates in einem Jahr so stark zugenommen, berichtete das Blatt am Sonntag unter Berufung auf offizielle Quellen.

Die Gesamtschulden des Staates beliefen sich damit auf über 882 Milliarden Euro. Dies entspreche 84 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zuletzt sei dies in Spanien im Jahr 1910 so hoch gewesen, schrieb die Zeitung. Im ersten Jahr der Amtszeit der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy seien die Staatsschulden um 400 Millionen am Tag gestiegen.

Die Zunahme sei vor allem auf das Defizit im Staatshaushalt zurückzuführen. Trotz aller Einsparungen sei die Neuverschuldung nicht abgebaut worden. Daneben spielten nach dem Bericht von El Pais drei weitere Faktoren eine Rolle: die EU-Rettungsaktion für marode spanische Banken, die sich mit 40 Milliarden Euro auf die Staatsschulden niederschlug, die Begleichung unbezahlter Rechnungen staatlicher Institutionen und die spanischen Beiträge zu den EU-Rettungspaketen für Griechenland, Portugal und Irland.

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