Spanien: Kiffer sollen Dorffinanzen aufbessern

EPAepa02310452 A worker tends to cannabis plants at a growing facility for the Tikun Olam company near the northern Israeli town of Safed on 31 August 2010. In conjunction with Israels Health Ministry, the company currently distributes cannabis or Marijua
Foto: EPA 57 Prozent der Einwohner von Rasquera votierten für die Verpachtung von Land an einen Kiffer-Verein.

Die Bewohner des spanischen Dörfchens Rasquera verpachten Land an einen Kiffer-Verein und wollen so Schulden abbauen.

Die Bewohner des spanischen Dörfchens Rasquera wollen auf ungewöhnliche Weise die Schulden ihrer Gemeinde abbauen: In einem Referendum votierten sie am Dienstag dafür, Land zum Cannabis-Anbau an einen Kiffer-Verein zu verpachten. Mit 57 Prozent der Stimmen nahmen sie nach Angaben von Bürgermeister Bernat Pellisa einen Anti-Krisen-Plan der Gemeindeverwaltung an. Demnach sollen sieben Hektar Land an den in Barcelona ansässigen Verein für den Privaten Verbrauch von Cannabis (ABCDA) verpachtet werden.

Der umstrittene Verein hat etwa 5.000 Mitglieder, die nach eigenen Angaben auf den Feldern von Rasquera im Nordosten des Landes Marihuana-Nachschub für den "privaten Gebrauch" anbauen wollen. Der Gemeinderat des Dorfs, das sonst vorwiegend vom Wein- und Olivenanbau lebt, rechtfertigt das Projekt mit den Schwierigkeiten des Orts, Schulden von 1,3 Millionen Euro zu bedienen. Nach Angaben des Gemeinderats will ABCDA eine Pacht zahlen, die mehr als zehnmal über den üblichen Preisen liegt. Die Gemeinde hofft zudem auf die Schaffung von 40 Arbeitsplätzen durch das Projekt, vor allem in der Cannabis-Ernte.

Nach Polizeiangaben ist der Kiffer-Verein grundsätzlich legal. Allerdings wird seit vergangenem Jahr gegen ihn wegen des Verdachts des illegalen Drogenhandels ermittelt.

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(apa, apf / js) Erstellt am
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