A man uses an ATM machine at a branch of Spain's nationalized lender Bankia in Madrid November 28, 2012. Spain's four nationalised banks will more than halve their balance sheets in five years, slash jobs and impose hefty losses on bondholders, under plans approved by the European Commission on Wednesday. REUTERS/Susana Vera (SPAIN - Tags: BUSINESS)

© Reuters/SUSANA VERA

Spanien
12/03/2012

Spanien bittet um Banken-Hilfe

Die Regierung in Madrid stellt eine formelle Anfrage für Hilfe aus dem EU-Banken-Fonds. Benötigt werden 39,5 Mrd. Euro.

Spanien hat formell um Hilfe aus dem EU-Banken-Rettungsfonds gebeten. Benötigt würden 39,5 Mrd. Euro, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Davon sollen 37 Mrd. Euro an die vier verstaatlichten Banken Bankia, Catalunya Banc, NCG Banco und Banco de Valencia gehen.

Die übrigen 2,5 Mrd. Euro sind für die sogenannte Bad Bank des Landes gedacht. Das Geld solle bis zum 12. Dezember an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob gezahlt werden. Es wurde erwartet, dass die Finanzminister der Eurozone dem Antrag noch im Laufe des Tages zustimmen würden. Als Reaktion auf die Ankündigung legten Aktien in Europa zu und der Euro stieg zum Dollar.

Vor Pleite gerettet

Spanien hatte die Banken mit Milliarden vor der Pleite gerettet, allein die Großbank Bankia benötigt knapp 18 Mrd. Euro Hilfen. Am 20. Dezember will die EU-Kommission über Hilfen für weitere spanische Banken entscheiden. Spaniens Banken leiden unter dem Platzen der Immobilienblase und sitzen auf faulen Krediten in Milliardenhöhe.

Die Gelder sind mit harten Einschnitten verbunden. So haben sich die vier Banken laut EU-Kommission dazu verpflichtet, radikal zu schrumpfen. Sie müssen Töchter und Beteiligungen verkaufen, aus risikoreichen Geschäften aussteigen und sich aus dem Immobiliengeschäft zurückziehen. "Die Bankbilanzen werden um durchschnittlich 60 Prozent verschlankt", sagte Almunia. Die Institute müssten etwa die Hälfte ihrer Filialen schließen - das bedeute auch Entlassungen. "Deshalb werden auch die Personalbestände angepasst werden müssen." Genaue Zahlen nannte Almunia nicht, nach Medienberichten geht es um 8000 Stellen.

 

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