Wirtschaft 04.01.2013

Sesselrücken an der Nationalbank-Spitze

© Bild: REUTERS Heinz-Peter Bader

Kommende Woche soll sich der OeNB-Generalrat auf eine Besetzungsliste festlegen.

Neuer Vize.Die nächste Führungsriege der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) könnte viel früher fix sein als ursprünglich geplant. Bereits kommenden Montag soll sich der OeNB-Generalrat (entspricht einem Aufsichtsrat) auf eine Besetzungsliste festlegen, berichtet der Standard. Am Dienstag soll dann der Ministerrat die endgültige Entscheidung treffen.

Fest steht (der KURIER berichtete), dass Notenbank-Chef Ewald Nowotny ( SPÖ) auch der nächste Gouverneur sein wird. Offen ist allerdings, ob er die gesamte Amtszeit bleiben wird. Fix ist, dass sein bisheriger Vize Wolfgang Duchatczek ( ÖVP) keine Chance hat, wieder in die Chefriege einzuziehen. Ihm hängt der Schmiergeldskandal in der Notenbank-Gelddruckerei OeBS nach.

Die Verträge der derzeitigen Direktoren Peter Zöllner ( SPÖ) und Andreas Ittner ( ÖVP) werden mit größter Wahrscheinlichkeit erneuert. Letzterer, in der OeNB für die Bankaufsicht zuständig, hat die besten Chancen, Vize in der Nationalbank zu werden. Neu in der OeNB-Spitze einziehen wird Kurt Pribil (ÖVP). Er führte bisher – gemeinsam mit Helmut Ettl (SPÖ) – die Finanzmarktaufsicht. Trotz Querelen mit dem Finanzministerium könnte Ettl einen neuen FMA-Vorstandsvertrag bekommen. Statt Pribil könnte Fekter-Kabinettschef Gerhard Zotter in der FMA einziehen.

Erstellt am 04.01.2013