Aktuell hält die SNB rund 7,5 Prozent ihrer Aktiva in Gold, das sind etwa 1040 Tonnen.

© EPA/PETER SCHNEIDER

Währungsreserve
10/24/2014

Schweizer Gold soll in der Schweiz bleiben

Gold-Initiative beunruhigt Märkte. Binnen fünf Jahren müsste SNB 20 Prozent der Währungsreserve in Gold halten. Am 30. November wird abgestimmt.

Am 30. November stimmen die Schweizer über eine Gold-Initiative ab, die über die Grenzen hinaus aufhorchen lässt. Die Gold-Initiative der populistischen Schweizer Volkspartei verlangt, dass die Schweizer Nationalbank (SNB) binnen fünf Jahren mindestens 20 Prozent ihrer Währungsreserve in Gold halten soll, das in der Schweiz gelagert werden muss und nicht mehr verkauft werden darf.

Aktuell hält die SNB rund 7,5 Prozent ihrer Aktiva in Gold, das sind etwa 1040 Tonnen. Um auf 20 Prozent zu kommen, müsste sie innerhalb von fünf Jahren rund 1500 Tonnen Gold zukaufen. Das wären jährlich etwa zehn Prozent der weltweiten Produktion. Der Goldpreis würde bei einem "Ja" daher in ungeahnte Höhen schnellen, fürchten Gold-Experten. Kritiker geben zu Bedenken, dass eine Gold-Kaufverpflichtung und ein Verkaufsverbot zudem die Handlungsfähigkeit der SNB massiv einschränken würde.

Die Initiative "Rettet unser Schweizer Gold" will auch sämtliche Goldreserven zurück in die Schweiz holen. Derzeit liegen 30 Prozent davon in Großbritannien und Kanada. Im Falle einer Krise sei das Gold nur schwer rückführbar, wird argumentiert.

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