Wirtschaft
30.05.2017

Schweizer Bell baut in Marchtrenk neues Werk für Fertiggerichte

30 Mio. Euro werden in OÖ investiert, Spatenstich im September geplant.

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Bell investiert in den Geschäftsbereich mit Fertiggerichten. Zum einen übernimmt das Unternehmen die Tochterfirma Hilcona vollständig, zum anderen baut Bell in Marchtrenk (OÖ) einen neuen Produktionsbetrieb.

Die Bell Food Gruppe, die bereits am Fertiggerichte-Produzenten Hilcona beteiligt ist, übernimmt die verbleibenden 49 Prozent der Aktien von der Toni Hilti Familientreuhänderschaft (THF). Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, teilte Bell am Dienstag mit.

Die neue Eigentümer-Struktur ermögliche eine vereinfachte Führungsorganisation und schaffe die Voraussetzung für Expansion und weiteres Wachstum. Die Transaktion erfolgt demnach rückwirkend per Jänner 2017 und bedarf noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden.

Im Herbst 2018 soll die Produktion anlaufen

Weiter teilte Bell mit, dass sie in Marchtrenk in Oberösterreich rund 30 Mio. Euro in einen neuen Produktionsbetrieb für Fertiggerichte investiert. Rund 100 Mitarbeiter sollen dort tätig sein. Der Spatenstich soll im September erfolgen, ab Herbst 2018 will das Unternehmen die Produktion aufnehmen. Bell will damit das wachsende Absatz- und Marktpotenzial in Österreich erschließen.

Mehrere Zukäufe

In den Vergangenheit hatte die Coop-Tochter Bell wiederholt mit Zukäufen expandiert. Im April gab Bell die Akquisition des spanischen Wurstwaren-Spezialisten Nobleza Iberica bekannt. 2016 schluckte der Fleischverarbeiter unter anderem den österreichischen Geflügelspezialisten Huber, die Zürcher Salat-Gruppe Eisberg, den Gastrozulieferer Geiser sowie den Walliser Wurstwarenspezialisten Cher-Mignon.

Geflügel, Wurst, Meeresfrüchte

Mittlerweile arbeiten rund 9.500 Mitarbeiter für Bell. Mit Fleisch, Geflügel, Wurstwaren, Fisch und Meeresfrüchten sowie Fertiggerichten und Schnittsalaten setzt die Gruppe jährlich 3,4 Mrd. Franken (3,1 Mrd. Euro) um.