Wirtschaft
25.12.2011

Schneewette kostet Hartlauer 1 Mio. Euro

In Innsbruck und Bregenz hat es am 24.12. zu Mittag geschneit. Hartlauer muss den Kunden darum rund eine Millionen Euro zurückerstatten.

Robert Hartlauer hatte mit seinen Kunden eine Wette laufen: Schneit es am 24. 12. in ihrer Landeshauptstadt, zahlt er für Waren, die zwischen 24. 11. und 10. 12. bei ihm erworben wurden, die Hälfte des Kaufpreises zurück. In Tirol und Vorarlberg muss der Fotolöwe nun Wettschulden begleichen – eine Million Euro bekommen die Kunden zurückerstattet, berichtet das Unternehmen in einer Presseaussendung. Die Auszahlung erfolgt ab 2. Jänner 2012.

Angst, dass die Begleichung seiner Wettschulden ein Loch in die Kassa reißt, hatte der Optik- und Elektrowaren-Händler schon in Vorfeld keine. Im Gegenteil. "Ich wünsche mir, dass es schneit, weil die Versicherung zahle ich sowieso", erklärte Hartlauer. "Wenn es schneit, entsteht mir überhaupt kein Schaden, weil die Versicherung zahlt. Und ich habe die Chance auf einen Mehrumsatz." So hofft er, dass das rückerstattete Geld gleich wieder in seinen Läden ausgegeben wird.

Nächstes Jahr mehr Prozente?

Wie viel die Versicherung gekostet hat, verrät der Geschäftsmann nicht. Fest steht, dass Hartlauer für seine Aktion eine Glücksspiel-Steuer zahlen muss. "Und zwar im Ausmaß von fünf Prozent vom möglichen Gewinn der Kunden", erklärt er, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Diese Art des Marketings war 1997 von dem mittlerweile verstorbenen Unternehmensgründer, Franz Josef Hartlauer, eingeführt worden. Damals waren noch 20 Prozent angeboten worden. Sein Sohn und Nachfolger Robert Hartlauer hatte heuer den Wetteinsatz auf 50 Prozent des Kaufpreises erhöht. Auf die Frage nach einer weiteren Erhöhung auf über 50 Prozent im kommenden erklärte Hartlauer: "Ich schließe nichts aus." Zu bedenken sei jedoch die Wettsteuer von fünf Prozent, die in jedem Fall vom möglichen Gewinn entrichtet werden müsse.