Wirtschaft
25.01.2018

Sammelklage für Wienwert-Anleger

Der österreichische Prozessfinanzierer AdvoFin bietet rechtliche Hilfe an. Die Ansprüche der Wienwert-Anleihezeichner können auf Irrtum und Schadenersatz gestützt werden.

Der österreichische Prozessfinanzierer AdvoFin bietet den Wienwert-Anlegern an, ihre Ansprüche im Rahmen einer Sammelklage durchzusetzen, heißt es in einer Aussendung. Das schon lange im Visier von Justiz und Finanzmarktaufsicht stehende Immobilienunternehmen WW Holding AG (die frühere Wienwert Holding) hat vergangene Woche ein Insolvenzverfahren angekündigt. Laut Auskunft der Finanzmarktaufsicht (FMA) dürfte das mehr als 1000 Anleihegläubiger um bis zu 40 Millionen Euro bringen. Wienwert-Chef Stefan Gruze beziffert die Anleiheverbindlichkeiten der WW Holding AG mit rund 35 Millionen Euro.

„Wir schauen uns aktuell die Bilanzen der Wienwert-Gruppe ganz genau an und haben auch den Wirtschaftsprüfer des Unternehmens im Visier. Die Anleger sollten sich durch die derzeitige öffentliche Diskussion nicht einschüchtern lassen und rasch handeln. Die Chancen, dass die Anleger zumindest einen Großteil ihres Geldes zurückbekommen, stehen gut", sagt Franz Kallinger, Vorstand der AdvoFin Prozessfinanzierung AG. "Die Ansprüche der Anleihezeichner könnten sowohl auf Irrtum als auch Schadenersatz gestützt werden, da die Wienwert AG bzw. Wienwert Holding bis zuletzt mit angeblich hervorragenden Bilanzkennzahlen und besonderen Sicherheiten massiv für den Anleihekauf geworben hat, obwohl die Wienwert AG zum 31. Dezember 2015 tatsächlich bereits ein negatives Eigenkapital von in Höhe von 9,8 Millionen Euro aufwies."

Personen, Unternehmen und institutionelle Anleger, welche Anleihen der Wienwert AG bzw. der Wienwert Holding gezeichnet haben bietet AdvoFin daher die Möglichkeit, sich an einer Sammelklage zu beteiligen. AdvoFin übernimmt dabei das gesamte Prozessrisiko und die Finanzierung sämtlicher Kosten. Im Erfolgsfall ist der Prozessfinanzierer dafür mit einer Beteiligungsquote am Prozesserlös beteiligt.