Wirtschaft
01.09.2017

Saab will Kampfjet Gripen auch in Indien produzieren

Die Schweden konkurrieren mit den Amerikanern um einen milliardenschweren Auftrag der indischen Luftwaffe.

Die indische Luftwaffe ist dabei, ihre Flugzeugflotte zu modernisieren. Die alten Flugzeuge russischer Bauart werden ausgemustert und für die Nachfolge rittern nun der US-Konzern Lockheed-Martin und Saab um die Gunst der Inder.

Die Schweden schicken ihr Modell Gripen ins Rennen, die Amerikaner bieten ihr Erfolgsmodell F-16 an. Allerdings wird von den Anbietern verlangt, dass sie die Maschinen in Indien produzieren, denn für den indischen Regierungschef Narendra Modi heißt das neue Motto "Make-in-India", um Importkosten zu senken und eine eigene indische Verteidigungsindustrie aufzubauen.

Saab hat sich nun mit der indischen Adani-Gruppe zusammengetan und Hakan Bushke, der CEO von Saab, erklärte, dass seine Firma Milliarden von Dollar in Indien investieren würde - vorausgesetzt sie bekommt den Zuschlag. Den passenden Ort für die Fertigung müssen Saab und die Adani-Gruppe (die bislang von Energie über Logistik bis hin zu Immobilien tätig war, aber wenig Erfahrung bei Rüstungsgütern hat) noch suchen.

Auf der anderen Seite hat sich auch Lockeed-Martin bereit erklärt, die F-16 in Indien für den Export herzustellen. Die Amerikaner haben sich diesbezüglich mit Tata Advanced Systems zusammengetan.

Der Auftrag für die indische Luftwaffe würde hunderte von neuen Flugzeugen beinhalten, um die russischen Maschinen zu ersetzen. Experten gehen davon aus, dass Indien in Zkunft rund 250 Milliarden Dollar für die Modernisierung des Militärs ausgeben wird.

Vergangenen September haben die Inder bereits bei Dassault 36 Stück Rafale-Kampfjets im Wert von 8,7 Milliarden Dollar bestellt.