© Frank Franklin, ap

Pannenserie
11/13/2013

Roter Knopf für US-Börsen?

Eine bessere technische Infrastruktur soll künftig teure Handelspannen verhindern.

Mary Jo White, Chefin der US-Börsenaufsicht SEC, hatte nach der Pannen-Serie der vergangenen 18 Monate Konsequenzen gefordert. Eine davon war die Schaffung einer Art Notbremse, wie es sie etwa bei der Deutschen Börse schon lange gibt. Mit einem solchen "Kill Switch" kann der Börsehandel in Notfällen ausgesetzt werden. White setzte den Anbietern im September eine Frist von 60 Tagen, um entsprechende Vorschläge zur Stabilisierung der Systeme zu machen.

Maßnahmenpaket

Dienstagabend war es soweit: Die großen US-Börsenbetreiber kündigten ein Paket an, mit dem sie ihre technische Infrastruktur stärken und weniger anfällig für Ausfälle machen wollen. Die Unternehmen hätten sich auf einen Zeitplan und eine Reihe von Maßnahmen geeinigt, erklärten die Betreiber, zu deren prominentesten Vertretern die New York Stock Exchange (NYSE) und die Technologiebörse Nasdaq zählen.

Sie wollen auch Änderungen beim sogenannten "Securities Information Processor" (SIP) herbeiführen, der zuletzt für eine Panne an der Nasdaq verantwortlich gemacht wurde. White zeigte sich mit den Vorschlägen der US-Börsenbetreiber zufrieden: "Wir haben große Fortschritte gemacht." Details dazu und ob es einen Roten Knopf geben werde, gab aber keiner der Beteiligten bekannt.

Teure Pannen

Im August hatte eine Panne die Nasdaq für drei Stunden komplett lahmgelegt. Grund für die längste Zwangspause in der jüngeren Geschichte der Computerbörse war ein Softwareproblem. Wenige Tage zuvor hatte die Investmentbank Goldman Sachs wegen technischer Probleme versehentlich eine Flut an Geschäften mit Aktienoptionen getätigt und den Markt damit in Aufruhr versetzt. Bereits im vergangenen Jahr war die Nasdaq wegen Pannen beim Börsengang von Facebook in die Kritik geraten.

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