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Wirtschaft
07/10/2012

Regling wird ESM-Chef, Juncker bleibt am Posten

Der Deutsche Klaus Regling wird an der Spitze des permanenten Rettungsfonds stehen. Juncker bleibt Chef der Eurogruppe.

Als Chef des bestehenden Euro-Rettungsschirms EFSF war Klaus Regling bereits Herr über Not-Milliarden. Am Dienstag wurde der 61-jährige Deutsche beim Finanzministertreffen zum Vorsitzenden des künftigen permanenten Rettungsschirms ESM gewählt. Die Kür erfolgte laut Diplomaten mit mehr als 80 Prozent. Zuvor hatten die Finanzminister der Währungsunion über den künftigen permanenten Rettungsschirm ESM diskutiert. Ursprünglich sollte dieser am gestrigen Montag in Kraft treten, doch stocken die Ratifizierungsprozesse.

Nach jüngsten Informationen wird es sowohl in Deutschland als auch in Italien noch bis Ende Juli dauern. Damit würde der ESM frühestens im August in Kraft treten können. In Deutschland verhandelt am Dienstag das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe darüber, ob es den ESM und den EU-Fiskalpakt für stärkere Haushaltsdisziplin vorläufig stoppt oder nicht.

Juncker: Werde Ende des Jahres zurücktreten

Jean-Claude Juncker (57) bleibt vorerst an der Spitze der Finanzminister der Währungsunion. Er sei erneut zum Vorsitzenden gewählt worden, werde aber Ende des Jahres zurücktreten, sagte Juncker am Dienstag nach dem Treffen der Eurogruppe in Brüssel. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. Es war zuvor spekuliert worden, dass der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble Anfang 2013 den Posten übernehmen könnte.

Der Luxemburger ist Chef der Eurogruppe, dem informellen Kreis der Finanzminister der Euro-Staaten, seit dieses Amt 2005 eingeführt wurde. Er hatte Anfang des Jahres angekündigt, kein weiteres Mal antreten zu wollen. Doch zuletzt hatte sich Frankreich unter dem neuen Präsidenten Francois Hollande für Junckers Verbleib im Amt eingesetzt. Der 57-jährige spielt eine wichtige Rolle als Krisenmanager. Er leitet die monatlichen Treffen und fädelt im Vorfeld der Sitzungen Kompromisse ein.

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