RBI erwägt Erhöhung des Streubesitzes

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Mutter RZB blickt auf ein gutes Halbjahr zurück: Der Überschuss legte von 402 auf 488 Millionen Euro zu.

In der Vorwoche hat Herbert Stepic, Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), eine Kapitalerhöhung in den nächsten zwölf Monaten in Aussicht gestellt. Am Dienstag hat Walter Rothensteiner, Chef des Mutterkonzerns RZB und RBI-Aufsichtsratsvorsitzender, konkretisiert, dass eine Erhöhung des Streubesitzes möglich sei. Dieser liegt derzeit bei 21,5 Prozent, den Rest hält die RZB. "Die RZB könnte sicher mitziehen, der aktuelle Kurs ist ein Schnäppchen." Noch sei aber nichts entschieden. Unter 50 Prozent werde der RZB-Anteil aber nicht sinken.

Die RZB selbst verweist auf eine solide Entwicklung im Halbjahr. Der Überschuss legte von 402 auf 488 Millionen Euro zu. Die Kreditrisikovorsorgen fielen um ein Drittel auf 411 Millionen Euro. Rothensteiner geht von einer ähnlichen Entwicklung des Geschäfts auch im zweiten Halbjahr aus.

Struktur

Die seit einem dreiviertel Jahr neu bestehende Konzernstruktur habe sich bewährt, so der RZB-Chef. Weitere Anpassungen würden erfolgen, etwa bei den Leasinggesellschaften in Osteuropa, die zusammengefasst werden. Beim Verkauf des sechs Prozent-Anteils an der RZB im Besitz der ÖVAG an die Raiffeisenlandesbanken zeichnet sich laut Rothenstein heuer keine Lösung mehr ab. Verärgerung aufseiten der ÖVAG wegen des nicht zustande gekommenen Deals verspürt Rothensteiner aber nicht.

Die RLB NÖ-Wien erzielte im Halbjahr 184,1 Millionen Euro Gewinn (nach 131,9 Mio.). Infolge einer schwächeren Konjunkturentwicklung rechnet die RLB im Gesamtjahr mit einem Plus von fünf Prozent zum Vorjahr.

(kurier) Erstellt am
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