© Kurier/schaffer hans peter

Briefe
02/23/2015

Post erhöht Briefporto um 5 bis 10 Prozent

Ab 1. März kostet ein Standardbrief 68 statt 62 Cent. Erste Preiserhöhung seit 2011.

Die Österreichische Post verteuert ihr Briefporto. Ab 1. März kostet der Standard-Inlandsbrief (20 Gramm) 68 statt 62 Cent. Die "Economy"-Variante für Großkunden verteuert sich von 57 auf 62 Cent. Der Preis für Standard-Plus-Briefe (bis 50 Gramm) steigt von 90 Cent auf 1 Euro, die Maxi-Variante (bis 500 Gramm) kostet 1,60 statt 1,45 Euro. Der Großbrief (bis 2 kg) 4 statt 3,80 Euro.

Weniger Briefe, höhere Personalkosten

Die Preiserhöhungen hatte die Post bereits im Vorjahr angekündigt, die Paketpreise wurden schon zu Jahresbeginn angehoben. Die bisher letzte Preiserhöhung fand im Mai 2011 statt. Die nunmehrige Portoerhöhung wird mit steigenden Personalkosten bei geringeren Briefmengen argumentiert. Der jährliche Portoaufwand pro Person für den Briefversand liege im Schnitt bei 12 Euro. Die Post musste sich die Preiserhöhung von der Post-Regulierungsbehörde genehmigen lassen.

Dividende steigt

In gut zwei Wochen, am 12. März, legt die teilstaatliche börsenotierte Post AG ihre Jahresbilanz - die im Gegensatz zu dem Jahresabschluss der ebenfalls teilstaatlichen Telekom Austria dem Finanzminister ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Ausschüttung der Post kontinuierlich von 1,50 auf 1,90 Euro je Aktie, heuer soll die Dividende auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Anteil des Staates an der Post beträgt 52,85 Prozent.

2013 hatte die Post AG 67 Mio. Euro an Dividende an den Staat ausgeschüttet. Diese könnte sich halbieren, wenn die Überlegungen von Seiten der ÖVP Realität werden und die Post weiter bis auf eine Sperrminorität von 25 Prozent privatisiert wird. Dagegen gibt es massiven Widerstand der Belegschaftsvertretung. Bei der inzwischen von der mexikanischen America Movil kontrollierten Telekom Austria hält der Staat noch 28,42 Prozent, die Dividende heuer wird bei 5 Cent je Aktie liegen - nach einem Jahresverlust im Vorjahr von 185 Mio. Euro.

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