Playmobil zu Piraten: "Politisch neutrales Spielzeug"

EPAepa01959529 A giant German brand Playmobil figurine is displayed during the opening of the Once Upon A Time Playmobil exhibit at the Museum of Decorating Arts in Paris, France, 09 December 2009. It is the first Playmobil exhibit in France. It will run
Foto: EPA Playmobil-Pirat: Die Figur des Seeräubers ist auch durch Johnny Depps "Fluch der Karibik" wieder populär geworden.

Der Spielwarenriese möchte nicht, dass die Piraten-Partei seine Figuren für Werbung einsetzt.

Gegenwind aus unerwarteter Richtung für die Piraten: Der Spielzeughersteller Playmobil wehrt sich dagegen, dass seine Figuren immer öfter als Fotomotive für die Piratenpartei herhalten müssen.

"In letzter Zeit waren die Piraten in der Presse gehäuft in Verbindung mit Playmobil-Figuren (...) abgebildet", erklärte das Unternehmen in einer E-Mail an die Partei, aus der die dpa zitiert. Die Figuren seien auch mit Aufklebern der Piraten versehen gewesen.

"Playmobil ist aber ein politisch neutrales Spielzeug", sagte eine Unternehmenssprecherin. Kinder sollten nicht beeinflusst werden, indem sie die Figuren in einem politischen Zusammenhang sähen. "Wir möchten deshalb nicht, dass die Piraten die Figuren bewusst für ihre Werbung einsetzen."

"Kann machen, was er will"

Die Piratenpartei reagierte mit Unverständnis auf die Ansage des Unternehmens. "Das ist mir ziemlich unklar. Wenn jemand Eigentümer von solchen Figuren ist, kann er meiner Meinung nach damit machen, was er will", sagte Matthias Schrade, Beisitzer im Bundesvorstand der Piraten. Dass Medien bei der Berichterstattung über die Piraten Beiträge mit Playmobil-Figuren bebildern, ist der Partei bekannt. Die Piratenpartei selbst hätte die Figuren aber nicht zu Werbezwecken eingesetzt, sagte Schrade. "Als ernstzunehmende Partei wollen wir ohnehin nicht unbedingt, dass man uns mit Spielzeug darstellt."

Das Schreiben an die Piraten habe nichts mit politischer Gesinnung zu tun, unterstrich die Playmobil-Sprecherin. Man wolle das Spielzeug grundsätzlich von der Politik fernhalten. Weitere Schritte schloss Playmobil aber aus.

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(dpa / sho) Erstellt am
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